Peru hat Angst vor neuer Terrorwelle
Tote bei Anschlag nahe US-Botschaft in Lima

Nur wenige Tage vor dem Besuch von US-Präsident George W. Bush explodierten in der peruanischen Hauptstadt zwei Autobomben. Sechs Menschen kamen zu Tode.

afp LIMA. Drei Tage vor dem Besuch von US-Präsident George W. Bush in Peru sind bei der Explosion zweier Autobomben in der Hauptstadt Lima mindestens sechs Menschen getötet. Rund 30 Menschen wurden verletzt, als am Mittwoch kurz vor Mitternacht (Ortszeit) in der Nähe der US-Botschaft zwei mit Sprengsätzen präparierte Fahrzeuge in die Luft flogen, wie Innenminister Fernando Rospigliosi mitteilte. Nach ersten Ermittlungen detonierte eine der Bomben vor einer Bank, der andere in der Nähe der US-Botschaft. Rospigliosi zufolge ist der Besuch von Bush durch die Anschläge nicht gefährdet. Am Samstag stattet Bush Peru als erster US-Präsident einen Staatsbesuch ab. Am Dienstag hatten etwa 150 linke Demonstranten gegen den Besuch protestiert.

Einige der Verletzten schwebten in Lebensgefahr, so dass sich die Zahl der Toten noch erhöhen könnte. Ein Bankgebäude und ein Einkaufszentrum im östlichen Stadtviertel La Molina wurden durch die Wucht der Detonation schwer beschädigt. Mehrere Fahrzeuge gerieten in Brand. Zu der Gewalttat bekannte sich zunächst niemand. Es handelt sich um den ersten Anschlag vergleichbaren Ausmaßes seit zehn Jahren. Zwischen 1980 und 1992 hatte die maoistische Gruppe Leuchtender Pfad der Regierung einen blutigen Guerillakrieg geliefert. Dabei kamen 25 000 Menschen ums Leben.

Rospigliosi und der peruanische Vize-Präsident Raúl Diez Canseco eilten zum Unglücksort. Canseco betonte, der Staat werde sich nicht von einem Wiederaufleben des Terrorismus' einschüchtern lassen. Der Vizepräsident berief das Kabinett zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.

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