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Pest in Indien zweifelsfrei nachgewiesen

Nun herrscht Gewissheit: In Indien grassiert die Lungenpest. Die Krankheit sei aber unter Kontrolle, so die Behörden. Sie gaben massenhaft Antibiotika aus.

dpa NEU DELHI. Nach vier Todesfällen ist in Indien die Pest nach Medienangaben zweifelsfrei nachgewiesen worden. Alle drei von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Tests hätten den Erreger Yersinia Pestis nachgewiesen, berichteten die Zeitung "Hindu" und der Fernsehsender "Star News" am Dienstag unter Berufung auf das Nationale Institut für ansteckende Krankheiten (NICD). Nach Angaben von Behörden und Ärzten ist die Krankheit unter Kontrolle.

Es soll sich um die Lungenpest handeln. Die offizielle Erklärung des NICD wurde im Lauf des Tages erwartet. Die tödliche Lungenkrankheit war im nördlichen Bundesstaat Himachal Pradesh ausgebrochen. Beim letzten Ausbruch der Pest in Indien 1994 hatte sich der Erreger erst zwei Monate nach den ersten Fällen im größeren Umfang ausgebreitet. Damals kamen etwa 100 Menschen ums Leben. Die Pest ist mit Antibiotika heilbar.

Diesmal wurden die Patienten mit Verdacht auf Pest sofort unter Quarantäne gestellt. Die Behörden gaben massenhaft Antibiotika in den Heimatdörfern der Opfer aus. Die drei Frauen und der Mann, die bislang starben, hatten Kontakt zueinander und waren seit Anfang Februar erkrankt. Zwei Menschen schwebten am Dienstag noch in Lebensgefahr.

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