„Peter der Große“ bleibt bescheiden
Das Wunder von Bochum

Der VfL hat in der Bundesliga seit sieben Spielen nicht verloren und feiert seinen Trainer Peter Neururer.

BOCHUM. Peter Neururer, der Trainer des VfL Bochum, versucht manchmal, sich besonders gewählt auszudrücken. Nach dem 3:0 über Borussia Dortmund hätte er das Ergebnis für sich sprechen lassen können. Doch er hatte das Bedürfnis, abgeklärt zu wirken. Statt einfach zu erzählen, wie glücklich er sei, sagte er: "Ich beschränke mich darauf, eine gewisse Art von Zufriedenheit darzustellen."

Im Erfolg will der Übungsleiter offenbar mit einem alten Vorurteil aufräumen. Früher hätte er sich nach solchen Siegen vor allem von seinen Emotionen leiten lassen und wahrscheinlich von der deutschen Meisterschaft gesprochen. In Bochum will Neururer jetzt aber zeigen, dass alles anders geworden ist.

Die Chancen stehen nicht schlecht. Seit sieben Spielen in der Bundesliga ungeschlagen, rangiert der VfL auf dem sechsten Tabellenplatz, mit großem Abstand auf den westlichen Nachbarn aus Gelsenkirchen und mit nur einem Punkt Rückstand auf den östlichen Konkurrenten Dortmund. Für ein Weilchen dürfen die Bochumer sich als Ruhrgebietsmeister fühlen. Binnen einer Woche wurde in der Arena Schalke geschlagen und im Ruhrstadion den BVB. Solche Triumphe steigern das Selbstwertgefühl, auch bei einem erfahrenen Profi wie Rein van Duijnhoven. "Wir waren immer die Kleinsten, jetzt sind wir die Größten", sagt der Torhüter.

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