Peter Manning geht
Fidelity übernimmt operative Führung bei Colt

Die Fondsgesellschaft Fidelity hat beim europäischen Telekom-Anbieter Colt die operative Führung übernommen. Colt teilte am Mittwoch bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen für das zweite Quartal mit, dass der Präsident von Fidelity Capital, Steve Akin, den amtierenden Colt-Vorstandschef Peter Manning umgehend ablösen werde.

Reuters LONDON. Manning werde von Donnerstag an als Berater für Colt tätig sein. Fidelity ist Hauptanteilseigner von Colt und hatte bereits im Juni zwei hochrangige Manager als Chairman und Finanzvorstände bei Colt eingesetzt. Ende 2001 hatte Fidelity Investments, die weltweitgrößte Fondsgesellschaft, Colt eine Kapitalspritze in Höhe von 400 Millionen Pfund (634 Millionen Euro) gegen neue Aktien gewährt.

Im zweiten Quartal erwirtschaftete der auf Geschäftskunden spezialisierte Anbieter Colt im Vergleich zum Vorjahr nach eigenen Angaben einen 17 Prozent höheren Umsatz von 258,3 Millionen Pfund. Gegenüber dem Vorquartal legten die Erlöse im zweiten Quartal um fünf Prozent zu. Der operative Gewinn (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen) kletterte binnen Jahresfrist um 127 Prozent auf 14,7 Millionen Pfund.

Im ersten Quartal hatte der operative Gewinn 9,8 Millionen Pfund betragen. Nach Unternehmensangaben fiel das Quartalsergebnis besser als ursprünglich erwartet aus. Die Cash-Position wurde auf 1,1 Milliarden Pfund beziffert. An der Londoner Börse legten die Colt-Aktien gegen den schwächeren Gesamtmarkt und negativen Trend des Branchenindex Dow Jones Stoxx Telecom zeitweise deutlich zu. Die Papiere verteuerten sich um 3,4 Prozent auf 46-1/2 Pence.

Auch im Deutschland-Geschäft verzeichnete Colt nach Unternehmensangaben einen positiven Geschäftsverlauf. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Colt Deutschland, Horst Enzelmüller, sagte Reuters, man habe eine "gute Entwicklung" im Quartal verzeichnet. Nach dem rückläufigen Geschäft im ersten Quartal sei der Umsatz im zweiten Vierteljahr konstant geblieben. Das Ebitda und die operative Gewinnmarge sei hingegen gestiegen, sagte Enzelmüller. Der Colt-Chef sieht damit seine Strategie bestätigt, statt auf Marktanteilszuwächse auf die Gewinnung von ertragsstarken Kunden zu setzen. Das Ziel, im vierten Quartal 2002 nach Steuern und Zinsen (Ebit) ein positives Ergebnis auszuweisen, bekräftigte Enzelmüller.

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