Pfizer steigert Quartalsgewinn

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Pfizer steigert Quartalsgewinn

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat im Schlussquartal 2001 rund ein Fünftel mehr verdient als noch vor Jahresfrist und damit die Analystenprognosen genau getroffen.

rtr NEW YORK. Angekurbelt durch kräftige Umsatzzuwächse bei verschreibungspflichtigen Medikamenten habe der Quartalsgewinn vor Sonderposten um 21 % auf 2,11 Mrd. Dollar oder 34 Cent je Aktie zugenommen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten im Schnitt ebenfalls 34 Cent je Aktie erwartet. Für das Gesamtjahr 2002 bekräftigte Pfizer frühere Prognosen, die von einem mindestens 19-prozentigen Gewinnwachstum auf 1,56 bis 1,60 Dollar je Aktie vor Sonderposten ausgehen.

"Die Pfizer-Zahlen schauen gut aus und zollen der Vertriebsstärke des Konzerns Tribut", kommentierte Pharmaanalyst Tim Anderson von der Investmentbank Prudential Securities. Der Konzern besitze die größte Vertriebsmannschaft, und fast alle seine Hauptprodukte hätten sich besser geschlagen als Prudential erwartet habe, sagte Anderson. Pfizer gilt als einer der wenigen großen Pharmahersteller, bei dem noch kein Patent auf ein Schlüsselprodukt ausgelaufen ist. Dagegen haben Wettbewerber wie Merck & Co Inc. sowie Bristol-Myers Squibb Co nach dem Ablauf von Patentrechten mit rückläufigen Umsätzen auf Grund des wachsenden Wettbewerbsdrucks zu kämpfen.

Wie Pfizer weiter mitteilte, stieg der Nettogewinn im vierten Quartal um 38 % auf rund 1,96 Mrd. Dollar. Kräftige Umsatzzuwächse bei den Hauptmedikamente des Konzerns hätten dazu geführt, dass Pfizer im Schlussquartal 2001 mit 9,03 Mrd. Dollar zwölf Prozent mehr umgesetzt habe als ein Jahr zuvor.

Überdurchschnittliche Umsatzzuwächse verzeichnete Pfizer den Angaben zufolge bei seinem Cholesterinsenker Lipitor und bei seinem Epilepsie-Medikament Neurontin. Lipitor-Umsätze stiegen im vierten Quartal um 31 % auf 1,88 Mrd. Dollar. Insgesamt nahm Pfizer mit dem Cholesterinsenker damit im vergangenen Jahr 6,4 Mrd. Dollar ein. Bei Neurotin gingen die Quartalsumsätze nach Unternehmensangaben um mehr als ein Drittel nach oben auf 498 Mill. Dollar. Pfizer hatte Lipitor und Neurontin im Jahr 2000 mit dem Zukauf von Warner Co. -Lambert hinzu gewonnen. Der Umsatz mit dem Potenzmittel Viagra stieg nach Konzernangaben im vierten Quartal um neun Prozent auf 415 Mill. Dollar.

Pfizer strebe weiterhin bis 2004 ein jährliches Umsatzwachstum in prozentual zweistelliger Höhe an. Vor fusionsbedingten Sonderposten sei mit einem Gewinnwachstum von jährlich mindestens 15 % zu rechnen. Neben den Arzneimitteln, die Pfizer bereits auf dem Markt hat, verfügt der Konzern nach Einschätzung von Branchenexperten über einen der stärksten Vorräte von in der Entwicklung befindlichen Medikamenten. Zu dieser sogenannten Produktpipeline gehören unter anderem ein Insulin für Diabetes-Patienten, das inhalativ eingenommen werden kann sowie ein neues Epilepsie-Medikament.

Der Kurs der Pfizer-Aktien hat sich seit Mai 1998 konstant in der Bandbreite von 30 bis 46 Dollar bewegt. Nach einem Jahrestief von 34 Dollar nach den Anschlägen auf New York und Washington im September legte der Kurs zuletzt zwölf Prozent zu und entwickelte sich damit besser als der Branchenindex der American Stock Exchange Pharmaceutical Index. Pfizer-Papiere schlossen am Dienstag an der New Yorker Bröse mit 40,80 Dollar.

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