"Phaeton"
Der unglückliche Wagenlenker der griechischen Mythologie

Volkswagen will mit seiner neuen Limousine "Phaeton" ("Der Leuchtende") im Luxussegment des Automarktes nach den Sternen greifen.

dpa DRESDEN. Als Vorbild diente den Wolfsburgern eine Gestalt der griechischen Mythologie. Nach der Überlieferung des Dichters Ovid ("Metamorphosen") wurde Phaeton (eigentlich: Phaëton), dem sterblichen Sohn des Sonnenkönigs Helios, von seinem Vater erlaubt, für einen Tag den Sonnenwagen zu steuern.

Er verlor die Gewalt über das Gefährt und stürzte in die Tiefen des Alls. Als er die Erde passierte, entzündete der Wagen die Erde. Zur Strafe schleuderte Göttervater Zeus einen Blitz, so dass die Pferde ins Meer stürzten. Der brennende Phaeton fiel in den Fluss Eridanus, in dessen Wasser die Flammen erloschen.

Im 18. Jahrhundert hießen dann beliebte Spazierfahrzeuge nach dem göttlichen Wagenlenker "Phaeton". Die offenen, vierrädrigen Selbstfahrerwagen hatten einen Bocksitz für zwei Personen und boten Platz für Beifahrer. Es gab schwere Vehikel mit Langbaum für Zwei- oder Vier-Spänner, mit oder ohne Verdeck. Zu den leichteren Exemplaren zählte der Spider-Phaeton, der nur noch aus Rädern und Fahrersitz bestand. Phaetons sind meist in dunklen, gedeckten Farben lackiert. Fahrgestell und Linierung sind häufig in gelb oder rot gehalten. Wegen ihrer Eleganz werden die Spider-Phaetons noch heute auf Pferde-Sportveranstaltungen bevorzugt gefahren.

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