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Phantombild bringt Bewegung in Ermittlungen im Mordfall Levke

Im Mordfall Levke hat die Veröffentlichung eines Phantombildes des möglichen Täters neue Bewegung in die Ermittlungsarbeit der Polizei gebracht. „Wir verzeichnen ein immenses Aufkommen an Hinweisen. Diese gehen bundesweit ein“, sagte Polizeisprecher Torsten Oestmann am Donnerstag.

dpa CUXHAVEN. Im Mordfall Levke hat die Veröffentlichung eines Phantombildes des möglichen Täters neue Bewegung in die Ermittlungsarbeit der Polizei gebracht. "Wir verzeichnen ein immenses Aufkommen an Hinweisen. Diese gehen bundesweit ein", sagte Polizeisprecher Torsten Oestmann am Donnerstag.

Am Abend berichtete das ZDF in seiner Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" nochmals ausführlich über den Fall. Dabei wurde das auf der Basis von Zeugenaussagen gezeichnete Phantombild ebenfalls gezeigt. "Helfen Sie mit, Levkes Mörder zu finden", appellierte Moderator Rudi Cerne an die Zuschauer.

Die acht Jahre alte Levke war am 6. Mai spurlos in ihrem Heimatort Cuxhaven-Altenwalde verschwunden. Mehrere groß angelegte Suchaktionen der Polizei blieben erfolglos. Am 23. August fand ein Pilzsammler ihre Leiche in einem Wald bei Attendorn (Kreis Olpe) in Nordrhein- Westfalen. Erst eine komplizierte DNA-Analyse brachte Gewissheit, dass es sich bei dem Skelett um die Leiche des vermissten Mädchens handelte.

Das von der Polizei veröffentlichte Phantombild zeigt einen etwa 40 Jahre alten Mann mit vollem Gesicht, Sonnenbrille, Oberlippenbart und auffallend schiefer Nase. Bei ihm handelt es sich laut Polizei möglicherweise, aber nicht zwingend um den Täter.

In der Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" sagte Thomas Fischer von der Kripo Cuxhaven, mehrere Zeugen hätten den Mann am Tag des Verschwindens von Levke in unmittelbarer Nähe ihrer Schule gesehen. Er habe die Kinder auf dem Pausenhof beobachtet und sei dann in ein dunkelfarbiges Auto mit dem Kennzeichen des Rhein-Sieg-Kreises ("SU") gestiegen. Dieses sei auch an anderen Stellen in Altenwalde mehrfach gesehen worden. "Der Fahrer könnte für die Aufklärung des Mordes eine ganz entscheidende Bedeutung haben."

Polizeisprecher Oestmann berichtete, auf die Veröffentlichung hin seien allein in Cuxhaven rund 40 neue Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. In Olpe gab es laut Polizei zehn Reaktionen. Teilweise meldeten sich auch die Fahrer dunkler Autos aus dem Raum Siegburg, die - beispielsweise als Vertreter - im Raum Cuxhaven unterwegs gewesen seien, sagte Oestmann.

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