Pharma-Fusionen
Novartis und Roche übernehmen Medikamente von Smith-Kline Beecham

Die Schweizer Pharmakonzerne Novartis und Roche übernehmen für fast fünf Mrd. Franken Medikamente von Smith-Kline Beecham.

dpa BASEL. Das britische Unternehmen muss die Produkte auf Weisung der Kartellbehörden wegen seiner Fusion mit Glaxo Wellcome abstoßen.

Novartis übernimmt von Smith-Kline Beecham die beiden Herpesmedikamente Famvir und Vectavir/Denavir. Der Preis dafür betrage 1,63 Mrd. $ (3,55 Mrd. DM/1,8 Mrd. Euro), teilte Novartis am Donnerstag in Basel mit. Der Umsatz von Famvir belief sich 1999 auf 214 Mill. $. Der Umsatz mit Vectavir/Denavir wuchs um 115 % auf 20 Mill. $.

Der Roche-Konzern seinerseits erwirbt für 1,23 Mrd. $ die weltweiten Rechte für das Medikament Kytril. Kytril werde für die Vermeidung von starker Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie- Patienten eingesetzt, erklärte der Basler Konzern. Es habe 1999 einen Nettoumsatz von 550 Mill. Franken erzielt.

Im Gegenzug erwirbt Smith-Kline Beecham die ausschließlichen Rechte in den USA und Kanada für das Roche-Medikament Coreg, einem Arzneimittel gegen chronische Herzinsuffizienz und Bluthochdruck. Dafür bezahlt SmithKline Beecham 400 Mill. $. In allen Märkten außerhalb Nordamerikas wird Roche Coreg aber alleine vertreiben.

Smith-Kline Beecham stößt die Medikamente wegen kartellrechtlicher Auflagen im Zusammenhang mit seinen Plänen zur Fusion mit Glaxo Wellcome ab. Mit der für den 25. September geplanten Fusion soll das größte Pharmaunternehmen der Welt entstehen.

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