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Pharma und Einzelhandel im roten Bereich

Der schwache Handel setzt sich fort. Zur Mittagsstunde haben sowohl der Dow Jones- als auch der Nasdaq-Index ihre Zugewinne von Donnerstag abgeben. Ein Teil der Anleger nimmt seine Gewinne mit.

Neben den Gewinnwarnungen von Micron Technologies, Symantec und Tibco Software sorgt auch Merck mit schlechten Quartalsergebnissen für trübe Stimmung. Insbesondere Merck zieht den Pharmasektor in die Tiefe. Der zweitgrößte Pharmakonzern der Welt wird die Prognosen für das zweite Quartal nicht erfüllen. Statt des erwarteten Gewinns von 81 Cents pro Aktie wird der Pharmakonzern im laufenden Quartal voraussichtlich nur einen Gewinn von höchstens 79 Cents erwirtschaften. Vor allem das Schmerzmittel Vioxx zur Behandlung von Arthritis hat nicht die erwarteten Absatzzahlen erreicht. Im vergangenen Jahr erzielte Vioxx einen Umsatz in Höhe von rund zwei Milliarden Dollar. Die Warnung verdeutlicht einmal mehr die große Abhängigkeit der Pharmabranche von einigen wenigen Blockbustern. Gleichzeitig habe der im Vergleich zum Euro teure Dollar dem Exportgeschäft geschadet.

Bei Schering-Plough gibt es andere Probleme. Die US-Gesundheitsbehörde hat die Produktionsstätten von Schering-Plough unter die Lupe genommen. Sie sind fündig geworden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde entsprechen die Anlagen in New Jersey und Puerto Rico nicht den Vorschriften. Der Hersteller des Medikaments zur Behandlung von Allergien, Claritin, gerät ins Stolpern. Mit dem das Medikament erwirtschaftete Schering-Plough im letzten Jahr drei Milliarden Dollar. Mit der Lösung der Probleme steht und fällt die Genehmigung für Clarinex, dem Claritin- Nachfolgeprodukt, durch die US-Gesundheitsbehörde.

Unter Druck gerät der Einzelhandelsektor. Vor allem das schwache Marktumfeld macht den Unternehmen zu schaffen. Negative Analystenkommentare belasten die Bekleidungsbranche. The Gap und Ann Taylor werden von Robertson Stephens von "kaufen" auf "Market Performer" herabgestuft. Für Gap gibt es zudem noch aus dem Hause J.P. Morgan Schelte. Wenig begeistert zeigen sich die Analysten von den Plänen des Unternehmens rund fünf bis sieben Prozent der Angestellten zu entlassen und die Expansionspläne auf Eis zu legen. Gegen den Trend reagieren die Experten von Goldman Sachs, die die Aktie von Gap auf ihrer Empfehlungsliste bestätigen. Bei Bekleidungshersteller Kenneth Cole gab es am Donnerstag eine Gewinnwarnung. Das Unternehmen sieht die Gewinne für das zweite Quartal mehr als halbiert. Dagegen bekräftigt Robertson Stephens die Kaufempfehlung für Wal-Mart. Der Aktie nutze das nichts. Sie notiert im Minus.

Der Bankensektor bleibt weiterhin attraktiv. Dafür sorgen nicht zuletzt positive Analystenkommentare. First Union bestätigt die Kaufempfehlung für Morgan Stanley Dean Witter. Lehman Brothers stuft die Citigroup weiterhin mit " aggressiv kaufen" ein. Die Aktie von Citigroup kann zulegen.

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