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Pharma- und Tabakwerte legen zu

Investoren setzen vor der Wahl auf George W. Bush als neuen amerikanischen Präsidenten. Microsoft, Pharma- und Tabakwerte ziehen den Dow Jones in die Gewinnzone. Doch insgesamt ist das Handelsvolumen an der New York Stock Exchange rund 13 Prozent geringer als noch vergangene Woche. Anleger handeln zögerlich. Sie wollen erst Klarheit, wer der neue Präsident wird. Der Nasdaq Index dümpelt am Mittag in der Verlustzone. Befürchtungen vor enttäuschenden Quartalszahlen des Zugpferdes Cisco drücken das Technologiebarometer in die Verlustzone.

Pharmaaktien freuen sich über die Prozentpunkte, die der Präsidentschaftskandidat George W. Bush seinem Gegner Al Gore in Meinungsumfragen augenblicklich voraus ist. Unter einer Präsidentschaft von Gore befürchten die Pharmakonzerne Preiskontrollen. Von Bush dagegen erwarten Investoren wesentlich weniger staatliche Einmischung. Merck steht auf dem Dow Jones Gewinnertreppchen, die Pfizer Aktie steigt über drei Prozent, Eli Lilly über zwei Prozent.



Auch Tabakaktien steigen nach Verlusten am Mittag, obwohl die amerikanischen Tabakkonzerne eine Schlappe im Rechtsstreit mit Rauchern in Florida erlitten haben. Wie Associated Press meldet, hat ein Bundesgericht den Florida Fall weitergeleitet. Philip Morris und weitere Tabakkonzerne, die eine Rekordsumme in Höhe von 145 Milliarden Dollar zahlen sollen, hatten gehofft, dass das Bundesgericht zu ihren Gunsten entscheiden würde. Neben Philip Morris sitzen unter anderem R.J. Reynolds, Loews und British American Tobacco auf der Anklagebank. George W. Bush hat im Falle eines Wahlsiegs versprochen, die Milliardenklage nicht weiter zu verfolgen.



Bei Cisco verhalten sich Anleger pessimistisch. Der Wert des Netzwerkausstatters eröffnet als Nasdaq Verlierer. Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn von 17 Cents pro Aktie, im Vorjahr hatte der Konzern elf Cents ausgewiesen. Die große Frage, die Analysten und Anleger bereits in den vergangenen Handelstagen beschäftigt hat, ist jedoch, ob Cisco seinen Wachstumspfad fortsetzen kann. Skepsis hatte sich breit gemacht, nachdem der Cisco-Rivale Nortel Networks in der vorvergangenen Woche die Ergebniserwartungen verfehlt hatte.



Beliebt sind am Mittag Chipaktien. Advanced Micro Devices, Applied Materials und Intel führen den Nasdaq Index an.



VA Linux stürzt mit über 40 Prozent in die Tiefe. Der Hersteller Software und Computern mit dem Linxux-Betriebssystem hat eine Umsatzwarnung herausgegeben. Geringere Verkäufe an Internetfirmen trüben das Ergebnis. Abgeben müssen auch Red Hat und Corel.



Boeing

bekommt schlechte Noten von Morgan Stanley Dean Witter und steht unter den Dow Verlierern. Das Analystenhaus stuft den Flugzeugbauer von "aggressiv kaufen" auf "outperform" mit der Begründung ab, das Auftragwachstum nachlasse.



Aktien von Broadcom tendieren leicht schwächer, nachdem der Hersteller von Halbleitern für Kabelmodems der Übernahme von SiByte zugestimmt hat. Gemessen am Schlusskurs vom Freitag beträgt der Kaufpreis 2,07 Milliarden Dollar in Aktien. Broadcom, ein Hersteller von Halbleitern für Kabelmodems, hat im vergangenen Jahr elf Unternehmen aufgekauft, um die Position auf dem wachsenden Netzwerkmarkt zu verbessern.



Abwärts geht es für die Aktien von Continental Airlines. Die fünftgrößte US-Fluggesellschaft muss dem Rückkauf von 6,69 Millionen Aktien für 450 Millionen Dollar zustimmen. Verkäufer ist Northwest Airlines. Der Schritt erfolgt, um einen Rechtsstreit mit den US-Wettbewerbsbehörden beizulegen. 1998 hatte Northwest einen mehrheitlichen Anteil an Continental erworben.

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