Pharmabereich in den USA soll 2003 ausgebaut werden
Eurofins hält an Jahreszielen für 2002 fest

Das Bioanalytikunternehmen Eurofins Scientific sieht sich nach den Worten seines Finanzchefs Matthias-Wilbur Weber auf Kurs für das Erreichen der Geschäftsziele in diesem Jahr.

Reuter FRANKFURT. "Wir sind für das Jahr sehr zuversichtlich, unsere Vorhersagen einzuhalten", sagte Weber in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Beim Umsatz werde Eurofins zum Jahresende wohl "einen kleinen Tick" über 150 (Vorjahr: 127) Mill. Euro liegen. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Abschreibungen (Ebita) würden weiterhin 7,6 (3,8) Mill. Euro angestrebt. Die Integration der im vergangenen Jahr übernommenen DNA-Analyse-Firma MediGenomix in Deutschland sowie des Labordienstleisters Analytico in den Niederlanden laufe zudem gut. Ferner kündigte der Manager für nächstes Jahr einen Ausbau der Pharmaaktivitäten in den USA an.

Pharmabereich in den USA soll 2003 ausgebaut werden

Sehr zufrieden zeigte sich Weber mit dem strategischen Beitrag der 2001 übernommenen Analytico, die insbesondere auf Serviceleistungen für den Pharmasektor konzentriert ist. "Unser Pharmastandbein ist Analytico", sagte Weber. Dieser Geschäftsbereich solle im kommenden Jahr vor allem in den USA ausgebaut werden. Aber auch falls sich in Europa noch größere Laboratorien zu geeigneten Konditionen anbieten würden, seien Akquisitionen möglich.

Von den Schwierigkeiten anderer Biotechunternehmen, die zuletzt unter der Drosselung der Ausgaben bei den großen Pharmakonzernen litten, sieht sich Eurofins kaum betroffen. "Im Moment sind wir da noch relativ unberührt", sagte der Finanzchef. In den betroffenen präklinischen Phasen, in denen viele auch der etablierten Biotechfirmen tätig seien, sei Eurofins etwa bei der DNA-Sequenzierung nur mit einem kleinen Teil seines Geschäfts präsent. Eurofins trete aber bei den klinischen Tests für ein Medikament in Erscheinung, etwa bei den Blutproben. Den Bereich müssten die Pharmaunternehmen aber gerade in Zukunft forcieren, sagte Weber.

Teile von Genescan interessant

Ferner sagte der Eurofins-Manager in dem Gespräch, bei der sich auf Partnersuche befindenden Biotechfirma Genescan seien einige Geschäftsteile nicht uninteressant. Dies gelte aber nicht für die Biochips von Genescnan. "Wir wollen in kein Gerätegeschäft einsteigen, sondern wir sind Dienstleister", betonte Weber. Das GMO-Geschäft von Genescan könne für Eurofins aber durchaus interessant sein. Neben dem Bereich Biochips bietet die ebenfalls am Neuen Markt gelistete Genescan etwa Auftragsanalysen zum Nachweis und zur Identifizierung gentechnisch modifizierter Organismen (GMO) in Lebensmitteln an. "Ich denke da muss man aber wirklich abwarten, wie sich die Dinge entwickeln", sagte der Finanzchef.

Zuletzt hatte GeneScan nach einem starken Verlustanstieg im Halbjahr mitgeteilt, nun verstärkt nach Partnern oder Käufern zu suchen. Die Investmentbank WestLB Panmure wurde eingeschaltet. Die Eurofins-Aktie lag am Mittwoch im Handelsverlauf am Neuen Markt mit 15,32 Prozent im Plus bei 10,69 Euro.

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