Pharmakonzern wagt strategischen Schritt
Stada schnappt sich britischen Generikaanbieter

Der Bad Vilbeler Arzneimittelhersteller Stada hat für 17 Millionen Euro den britischen Generikaanbieter Schein Pharmaceuticals Holdings UK Limited übernommen.

Reuters BAD VILBEL. Die Gesellschaft sei von einer Tochtergesellschaft der US-Firma Watson Pharmaceuticals erworben worden, teilte die Stada AG am Montag mit. Mit ihrer Vertriebslinie "Genus Pharmaceuticals" beliefere sie den britischen Generikamarkt und habe vergangenes Jahr rund elf Millionen Euro umgesetzt. Die Firma sei auf Marketing und Vertrieb spezialisiert und verkaufe 18 Produkte, darunter auch ein Herz-Kreislauf-Präparat von Stada.

"Dies ist ein kleiner aber sehr interessanter strategischer Schritt", sagte Andreas Schmidt, Analyst beim Bankhaus Merril Lynch. Stada erhalte damit bei niedrigen Kosten und geringem Risiko Zugang zum britischen Markt. Zudem sei es wichtig, dass der Konzern keine kostenaufwendigen Produktionsanlagen erworben habe.

Stada erzielte 2002 in Großbritannien nach eigenen Angaben Umsätze mit Nachahmerprodukten in Höhe von rund zehn Millionen Euro. Insgesamt erwartete der nach Ratiopharm und Hexal drittgrößte deutsche Generika-Hersteller nach früheren Angaben für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz von 600 Millionen Euro. Vor Steuern wurde bislang ein Gewinn von mindestens 60 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Die im MDax für mittelgroße Werte notierten Stada-Aktien lagen am Vormittag rund 1,4 Prozent im Minus bei 42,58 Euro.

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