Pharmaunternehmen verzeichnet hohen Fehlbetrag
Medigene weitet Verlust deutlich aus

Das Biotechnologieunternehmen Medigene hat im ersten Halbjahr 2002 einen deutlich höheren Verlust verbucht als im Vorjahreszeitraum.

Reuters MÜNCHEN. Das Betriebsergebnis (Ebit) für die ersten sechs Monate betrage minus 21,719 Mill. ? nach minus 14,104 Mill. ? im Vorjahr, teilte das im Nemax 50 gelistete Unternehmen heute in München mit. Der Periodenfehlbetrag habe sich mit 21,174 (Vorjahr minus 10,932) Mill. ? nahezu verdoppelt.

Gleichzeitig seien die Kosten für Forschung und Entwicklung auf 19,201 (13,290) Mill. ? gestiegen. Die Einnahmen aus den strategischen Allianzen mit den Pharmakonzernen Schering und Aventis fielen auf 1,747 Mill. ? im Vergleich zu 2,846 Mill. ?.

Nach einem schlechten ersten Quartal vergrößerte Medigene den Angaben zufolge auch im zweiten Quartal seinen Periodenfehlbetrag auf 12,513 (minus 7,514).

Das Halbjahresergebnis entspreche den Erwartungen des Managements, hieß es. Medigene sei zuversichtlich, den prognostizierten Gesamtjahresverlust in Höhe von 35 Mill. ? zu erreichen. Bis 2005 will das Unternehmen eigenen Angaben zufolge die Gewinnzone erreichen.

Medigene erwartet Einsparungen durch Ausgliederung

Medigene rechnet durch die Ausgliederung seines kardiologischen Drug Discovery Programms mit massiven Einsparungen. "Wir gehen davon aus, dass etwa zehn Mill. ? pro Jahr frei werden, die dann in den anderen Projekten eingesetzt werden können", sagte Medigene-Chef Peter Heinrich heute in einer Telefon-Konferenz. Die Gesellschaft hatte am Vorabend angekündigt, den Bereich in eine eigene Gesellschaft auslagern zu wollen. Heinrich zufolge will Medigene an dieser einen "signifikanten Anteil" halten, der aber unter 50 % liegen soll.

Medigene entwickelt Medikamente gegen Herz- und Tumorerkrankungen und erzielt seine Einnahmen vor allem aus den Allianzen mit den beiden Pharmakonzernen Schering und Aventis. Der Barmittelbestand des Unternehmens habe per Ende Juni 65 Mill. ? betragen, hieß es. Im Juni hatte Medigene die Entwicklung seines wichtigsten Medikamentenkandidaten Etomoxir abgebrochen.

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