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Pharmawerte gefragt

Raus aus den Pharmawerten, rein in die Technologieaktien. Die Anleger schichteten zum Wochenschluss ihre Depots um. Schlecht für den Dow Jones Index, gut für das Technologiesegment. Nachdem Merck und Johnson & Johnson als defensive Werte noch am Donnertag von der trüben Stimmung auf dem High-Tech-Sektor profitieren konnten, wendete sich am Freitag das Blatt.

UBS Warburg stufte vereinzelt Pharmawerte ab. Die Werte seien zur Zeit zu teuer, so die Analysten. Sie stuften Schering von "aggressiv kaufen" auf "kaufen " ab. Pharmacia wurde von "kaufen " auf "halten" reduziert. Unterstützung bekam dagegen American Home Product. ABN Amro griff der Aktie mit einer Kaufempfehlung unter die Arme.



Trotz guter Nachrichten ging es für Pfizer ebenfalls bergab. Das Unternehmen zeigte sich am Welt-AIDS-Tag karitativ. Der zweitgrößte Pharmakonzern der Welt wird künftig das Anti-AIDS-Medikament Difluncan kostenlos nach Südafrika liefern. Für insgesamt 50 Millionen Dollar soll das Anti-AIDS-Medikament für zunächst zwei Jahre in diese Region geliefert werden.



Auftrieb hatte den Märkten neue Wirtschaftaftsdaten gegeben. Die US-Konjunktur kühlt weiter ab. Der am Morgen veröffentlichte Nationale Einkaufs-Manager-Index bestätigt es erneut. Statt auf den erwarteten Wert von 48 fiel der Indikator sogar auf 47,7. Damit ist die Produktion des verarbeitenden Gewerbes in den USA im vergangenen Monat zum vierten Mal in Folge gesunken. Produktionskürzungen bei den Autoherstellern, die weltweit abflauende Nachfrage und die Folgen der sechsmaligen Zinserhöhung in diesem Jahr sind die Ursachen für diese Entwicklung. Anleger und Investoren hoffen nun erneut auf baldige Zinssenkungen. Während die Finanztitel im frühen Handel noch von dem Trend profitieren konnten, schlossen Citigroup und American Express in der Verlustzone.



Glasfaser- und Computerwerte waren zum Wochenschluss nach dem Ausverkauf vom Vortag sehr gefragt. Von Chipaktien konnte man das jedoch nicht behaupten. Intel notierte zum Wochenschluss auf dem 52 Wochentief und führte sowohl die Verliererliste des Nasdaq als auch Dow Jones Index an. Credit Suisse First Boston reduzierten am Freitag die Gewinnerwartungen für den Wert, empfehlen den Wert jedoch weiter zum Kaufen.



Beliebt war dagegen Palm. Der Sektor für elektronische Notizbücher erfreut sich im Allgemeinen einer nach wie vor einer gesunden Nachfrage. Das Investmenthaus Goldman Sachs bestätigte den Wert auf der Empfehlungsliste und rechnet damit, dass Palm den für das laufende Quartal erwarteten Gewinn von vier Cents pro Aktie übertreffen wird. Palm präsentierte sich am Freitag als einer der gefragtesten Werte der Nasdaq.



Nachrichten gut behaupten. Nachdem General Motors am Dienstag auf dem 52 Wochentief notierte, senkten die Experten von Goldman Sachs am Freitag die Gewinnerwartungen für den Konzern. Ford ereilte das selbe Schicksaal. Die Analysten rechnen für das kommende Jahr zwar mit einem größeren Angebot aber geringerer Nachfrage im Geschäft mit Light Trucks. Für den sechs-prozentigen Kursgewinn war jedoch eher die geplante Kooperation mit Toyota verantwortlich. Ford versucht auf diese Weise seine Marktpräsenz in Japan zu steigern.

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