Archiv
Pharmawerte im Aufwind

Die US-Notenbank scheinen auch nach den gestrigen Wirtschaftsdaten nicht gewillt, die Leitzinsen zu senken und zeigt sich nach wie vor inflationssensitiv.

Ob die Fed das vorbörslich veröffentlichte Bruttoinlandsprodukt so positiv aufnehmen wird wie die Anleger es tun, wird sich auf der nächsten Sitzung der US-Notenbank am 19. Dezember zeigen. Während die Future am frühen Morgen im Minus notierten, erholten sie sich mit dem nahenden Börsenstart zusehends und notieren nun im grünen Bereich.



Das US-Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal um 2,4 Prozent. Die Anleger können zuversichtlich sein. Die Daten nehmen die Angst vor einer harten Landung der US-Wirtschaft. Die nur geringe Revidierung zum Vorquartal senkt die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Fed ihre Haltung zu einer Zinsanhebung auf neutral zurücknehmen wird und eine Senkung der US-Leitzinsen in greifbare Nähe rückt.



Wie von den Chefs der Notenbanken in Chicago und San Francisco zu hören war, sei das Risiko steigender Inflation noch nicht gebannt. Die niedrige Arbeitslosenquote und die immer noch hohen Energiepreise wiesen darauf hin, dass nach wie vor Inflationsgefahr bestehe.



Erhöhter Beliebtheit dürften sich heute die Pharmawerte erfreuen. Goldman Sachs sorgt auf dem Sektor für frischen Wind. Die Aktien haben sich in dem schwierigen Umfeld an der Wall Street in den vergangenen zwölf Monaten gut geschlagen. Glaubt man Goldman Sachs, wird sich der Trend zu diesen defensiveren Aktien auch im kommenden Jahr fortsetzen. Einziger Dorn im Auge: Der Druck von Krankenversicherungen und die zunehmende Konkurrenz durch die Biotech-Industrie, ebenso wie die Produktivität bei der Forschung und Entwicklung stellen Risikofaktoren dar.



Profitieren dürften zur Wochenmitte die Aktien von Merck und Eli Lilly, die von Goldman zum Kauf empfohlen werden. Merck dürfte im kommenden Jahr ein Ertragswachstum von 10 Prozent verzeichnen. Zwischen 2001 und 2005 sollten die Zuwachsraten auf 13 Prozent steigen. Das Kursziel der Aktie setzten die Experten auf 110 Dollar. Bristol-Myers, Pharmacia und Schering-Plough stufen die Analysten als überdurchschnittliche Marktperformer ein.



Die Aktien von American Home Products und Pfizer bekommen lediglich den Stempel "Marktperformer". Pfizers Ertragswachstum könnte am oberen Ende der Branche ausfallen. Sollten die Umsätze die Erwartungen verfehlen, steigt jedoch die Abhängigkeit von der Kostenkontrolle des Unternehmens.



Neuigkeiten gibt es auch auf dem Flugsektor. Die australische Airline Quantas wird Boeing untreu. Zum ersten Mal in 16 Jahren kauft Airline anstatt Boeing Flugzeuge 25 Airbus Maschinen im Wert von 3,4 Milliarden Dollar. Von Boeing kaufen sie lediglich sechs Flugzeuge des Typs 747-400. Der Flugzeugbauer aus Seattle ist zwar immer noch die Nummer eins im Flugzeugbau, doch hat Airbus mit dem Volumen seiner Aufträge aufgeholt. Boeing könnte am Mittwoch schwächer in den Tag starten.



Aufwärts dagegen könnte es für ADC Telecommunications gehen. Der Hersteller von Mobiltelefonzubehör meldete ein Ergebnis, das die Schätzungen der Analysten leicht übertraf. ADC verdiente im vergangenen Jahr 18 Cents pro Aktie. Experten hatten einen Cent weniger vermutet.



Weyerhaeuser

plant eine feindliche Übernahme. Das berichtete das Wall Street Journal. Der drittgrößte Hersteller von Forstprodukten will den Aktionären von Willamette Industries 7,1 Milliarden Dollar und damit 48 Dollar pro Aktie anbieten. Das Management von Willamette hatte ein Angebot vorher abgelehnt. Willamette ist bereits auf 49 Dollar gestiegen. Investoren setzen auf ein noch höheres Angebot von Weyerhaeuser. Nach Analystenangaben sei 52 Dollar pro Aktie ein angemessener Preis.



Nachdem die Computerwerte am Dienstag an New Yorks alles andere als gefragt waren, dürften sie sich zur Wochenmitte wieder wachsender Beliebtheit erfreuen. Microsoft, Worlcom und Dell gewinnen vorbörslich.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%