Pharmawerte unter Druck
US-Börsen schwächer - Sorgen un Unternehmensgewinne

Die Zweifel der Anleger an der Erholung der Unternehmensgewinne im Technologiesektor haben die US-Aktienbörsen am Dienstag im späten Geschäft tiefer in die Minuszone getrieben. Einige Technologiewerte, darunter Nokia und Nextel Communications, schlossen jedoch nach positiven Geschäftsprognosen im Plus.



Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index ging 1,33 Prozent schwächer auf 9517,26 Zählern aus dem Markt. Der Nasdaq-Index verlor 2,19 Prozent auf 1497,18 Punkte und der S&P-Index schloss 1,66 Prozent niedriger auf 1013,60 Zählern.

Die Investoren seien vorsichtig angesichts der Unsicherheit über die Stärke der Konjunkturerholung in den USA und der Unternehmensprognosen, sagten Händler. Auch fragten sich die Anleger weiterhin, wie vertrauenswürdig die Bilanzierungsmethoden der US-Konzerne seien. "Die Gewinne der Unternehmen erholen sich immer noch nicht, und es gibt nicht viel Zuversicht", sagte David Memmott, Leiter Aktienhandel bei Morgan Stanley. "Die Liquidität fehlt, es fehlen Gründe, zu kaufen, es gibt Angst vor Terrorismus und die Bilanzen bereiten Sorgen, vor allem im Pharmasektor", fügte Matthew Ruane, Leiter Aktienhandel bei Gerard Klauer Mattison & Co, hinzu.

Einer der umsatzstärksten Werte waren die Aktien des Pharmakonzerns Abbott Laboratories, die rund 16 Prozent auf 38,30 Dollar nachgaben. Das Unternehmen hatte seine Gewinnprognosen für das zweite Quartal und das Gesamtjahr 2002 zurückgenommen. Die Aktien der IDEC Pharmaceuticals Corp verloren rund 16,5 Prozent auf 32,03 Dollar. Das Unternehmen hatte am Montag nach US-Börsenschluss mitgeteilt, klinische Versuche mit einem seiner Medikamente seien wegen Sicherheitsbedenken abgebrochen worden. Mehrere Investmentbanken senkten daraufhin ihr Kursziel für die Aktie.

Die Titel des US-Pharmakonzerns Merck & Co büßten rund 4,5 Prozent auf 51,88 Dollar ein und belasteten damit nach Händlerangaben den Dow-Jones-Index. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, Merck wolle seinen Vertriebsantrag für die experimentelle Behandlung mit seinem neuen Schmerz- und Arthritis-Mittel Arcoxia im zweiten Halbjahr 2003 erneut stellen. Analysten zufolge könnte diese Verzögerung Konkurrenten wie Pharmacia Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Händler sagten, die Anleger seien nach den Nachrichten von Nokia und Nextel zunächst an einigen ausgewählten Technologiewerten interessiert gewesen. Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hatte in seinem Zwischenbericht zum zweiten Quartal seine Umsatzerwartung gesenkt, zugleich aber seine Gewinnziele bekräftigt. Der Aktienkurs von Nokia drehte an der Wall Street nach anfänglichen Verlusten deutlich ins Plus und schloss rund 4,6 Prozent höher auf 12,55 Dollar.

Der Aktienkurs des fünftgrößten US-Mobilfunkkonzerns Nextel Communications stieg rund 16,6 Prozent auf 4,42 Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, das Ziel für den Cash-Flow im Geschäftsjahr 2002 könne möglicherweise überschritten werden. Nextel begründete diese Erwartung mit der jüngsten positiven Entwicklung beim Umsatz und der Abonnentenzahl.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,41 Milliarden Aktien den Besitzer. 1182 Werte legten zu, 2026 gaben nach und 204 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,66 Milliarden Aktien 1267 im Plus, 2205 im Minus und 263 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 13/32 auf 99-07/32. Sie rentierten mit 4,974 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 26/32 auf 97-16/32 und hatten eine Rendite von 5,549 Prozent.

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