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Phase der Zinssenkungen geht weiter

Die Zeit der Zinssenkungen ist noch nicht vorbei. Das deutete Notenbank-Chef Alan Greenspan in seiner Rede vor dem Economy Club New York am Donnerstagabend an. Anleger können also tief durchatmen. Von der US-Notenbank ist mit weiteren positiven Impulse für die US-Aktienmärkte zu rechnen. "Big Al" ist bereit die US-Konjunktur falls nötig weiteren Zinsschritten wieder anzukurbeln. Denn die wirtschaftliche Schwäche könnte größter sein als bisher erwartet, sagte er.

Bemerkbar werden sich die Zinsschritte dann Ende des Jahres machen.

Die vorbörslich veröffentlichten Daten zum Bruttoinlandprodukt geben der Wall Street am Morgen zusätzlichen Auftrieb. Die Daten machen es Notenbank-Chef Alan Greenspan leichter, auch auf der nächsten Sitzung des US-Offenmarktausschusses über eine Zinssenkung nachzudenken.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal um 1,3 Prozent. Vorläufige Berechnungen hatten einen Anstieg um zwei Prozent ausgewiesen. Die Mehrheit der Analysten hatte mit einem Anstieg um 1,4 Prozent gerechnet. Damit ist die US-Wirtschaft im vergangenen Quartal langsamer gewachsen, als ursprünglich erwartet. Vor allem im IT-Bereich gingen die Investitionen zurück. Vorbörslich gibt es eine Fülle von Nachrichten, die die Märkte zusätzlich bewegen.

Die Chipaktie tendieren vorbörlich stärker. Applied Materials und KLA-Tenkor werden von Prudential Securities von "akkumulieren" auf "aggressiv kaufen" heraufgestuft. Laut Analystenkommentaren könnte sich die Nachfrage auf dem Halbleitersektor bereits im September erholen. Auch Intel tendiert im Plus.

Micron Technologies notiert vorbörslich ebenfalls stärker. Der Chiphersteller freut sich über den Erfolg im Rechtsstreit gegen Rambus. Ein italienisches Gericht sprach Mircon von der Anklage frei, den Chiphersteller habe Patentrechte von Rambus zur Entwicklung und Produktion von Halbleitern verletzt. Rambus hatte bereits vergangene Woche ein Gerichtsverfahren gegen Infinion verloren, in dem das US-Unternehmen der deutschen Firma ebenfalls Patentrechtsverletzungen vorwarf.

Unter Druck gerät am Morgen die Aktie von ADC Telecommunications. Nach einer Gewinnwarnung für das dritte Quartal notiert die Aktie im außerbörslichen Handel schwächer. Der Hersteller von Telekommunikationskomponenten veröffentlichte gleichzeitig einen Verlust von 1,33 Dollar für das zweite Quartal. Ursprünglich hatte das Unternehmen lediglich mit einem Fehlbetrag von 33 Cents pro Aktie gerechnet. Vor allem hohe Umstrukturierungskosten machen sich im Geschäftsergebnis negativ bemerkbar.

Bewegende Neuigkeiten gibt es sonst auch auf dem Telekommunikationssektor. Ericsson ist an der Übernahme von Lucents Mobilfunksparte interessiert. Bereits Anfang de Woche hatten Spekulationen, nach denen Alcatel das Telekommunikationsunternehmen kaufen will, die Kurse bewegt.

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