Phelps: "Wir werden den Zuschauern eine unvergessliche Show bieten"
Michael Phelps triumphiert mit Weltrekord

Der 17-Jährige drückte die Bestzeit über 400 m Lagen um 67/100 Sekunden auf 4:11,09 Minuten.

HB/dpa FORT LAUDERDALE. Auch der Zweite Erik Vendt blieb bei dem dramatischen Zweikampf in 4:11,27 Minuten noch deutlich unter der alten Bestzeit, die Landsmann Tom Dolan bei seinem Olympia-Triumph vor zwei Jahren in Sydney aufgestellt hatte. Am Dienstag hatte Natalie Coughlin, die in 59,58 Sekunden als erste Frau über 100 m Rücken unter einer Minute geblieben war, den ersten Weltrekord bei den US-Titelkämpfen im

Bundesstaat Florida markiert.

"Während des Kopf-an-Kop-Rennens wurde mir klar, dass wir uns in die Rekordbücher schwimmen. Ich wusste, wer als erster von uns anschlägt, wird als Weltrekordler eingehen. Ich liebe die Duelle gegen Erik", sagte Phelps, der auch im Besitz des Weltrekords über 200 m Schmetterling (1:54,58 Minuten) ist. Am Vortag war er über diese Strecke in 1:54,86 Minuten nicht zu schlagen gewesen. Zum Meisterschafts-Auftakt hatte er sich über 200 m Lagen in der Landesrekordzeit von 1:58,68 Minuten den ersten Titel gesichert. Mit dieser Zeit lag er nur 52/100 Sekunden über dem Weltrekord.

Vor dem Start über die doppelte Distanz hatten sich Phelps und Vendt geschworen: "Wir werden den Zuschauern eine Show bieten, die sie nicht wieder vergessen werden". Ihr Versprechen setzten sie eindrucksvoll in die Tat um. Nach einem großartigen Kampf sicherte sich Phelps den Sieg durch einen unwiderstehlichen Endspurt auf den letzten 20 Metern.

"Ich war voll darauf konzentriert, ihn zu bezwingen. Doch zum Schluss hatte ich nichts mehr zuzusetzen. Ich bin aber nicht traurig, dass ich ihm unterlegen war, denn Michael ist zur Zeit der beste Schwimmer in Amerika", sagte Vendt anerkennend. Der entthronte Weltrekordler Dolan verfolgte das Rennen vom Beckenrand aus. "Es war keine angenehme Erfahrung, mitanzusehen, wie der Weltrekord gebrochen wurde. Doch dazu sind Rekorde nun mal da", meinte der Olympiasieger.

Natalie Coughlin feierte bereits ihren vierten Sieg. Nach ihren Erfolgen über 100 Rücken, 100 m Schmetterling und 200 m Freistil gewann die 20 Jahre alte Weltmeisterin in 54,66 Sekunden auch die 100 m Freistil. Bei den Männern schlug über die gleiche Strecke der Kalifornier Jason Lezak in 49,19 Sekunden als Erster an.

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