Phenomedia macht deutlich weniger Gewinn als erwartet
Die Moorhühner fliegen tief

Der Entwickler elektronischer Spiele und "Moorhuhn"-Erfinder Phenomedia hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen Abschreibungen auf Forderungen einen starken Gewinnrückgang verzeichnet und seine bereits nach unten korrigierte Ertragsprognose deutlich verfehlt.

Reuters BOCHUM. Nach vorläufigen Zahlen werde sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2001 "voraussichtlich in einem Bereich zwischen einer und zwei Mill. Euro bewegen", teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Freitag mit. Noch im Januar hatte Phenomedia sein schon revidiertes Ziel bekräftigt, im Konzern einen Betriebsgewinn von 6,9 (Vorjahr: 6,2) Mill. Euro zu erreichen.

Der Umsatz habe sich hingegen über Plan entwickelt und werde bei mehr als 20 Mill. Euro liegen, hieß es. Angepeilt hatte die Firma Erlöse von 18,7 Mill. Euro nach 16,3 Mill. Euro im Jahr zuvor.

Phenomedia begründete den Ergebniseinbruch mit notwendigen Abschreibungen auf den Forderungsbestand in Höhe von mehr als fünf Mill. Euro. Unternehmenssprecher Ulf Hausmanns sagte auf Anfrage, die Abschreibungen seien von den Wirtschaftsprüfern empfohlen worden.

Vorstandschef Markus Scheer erklärte, trotz veränderter Rahmenbedingungen habe Phenomedia "ein gutes, wenn auch nicht befriedigendes Ergebnis mit schwarzen Zahlen erzielt."

Für das laufende Geschäftsjahr 2002 zeigte sich Scheer optimistisch. Phenomedia habe ein zweistelliges Umsatzwachstum auf "deutlich über 20 Mill. Euro fest im Visier." Beim Ebit werde eine Größenordnung von sieben Mill. Euro angestrebt.

Die Phenomedia-Aktie stieg bis zur Mittagszeit in einem festen Marktumfeld um fast acht Prozent auf 8,40 Euro.

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