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Philippinen kündigen Abzug aus dem Irak anDPA-Datum: 2004-07-13 07:23:54

Manila (dpa) - Die philippinische Regierung will ihre 51 Soldaten und Polizisten «sobald wie möglich» aus dem Irak abziehen, um das Leben eines dort verschleppten Philippiners zu retten.

Manila (dpa) - Die philippinische Regierung will ihre 51 Soldaten und Polizisten «sobald wie möglich» aus dem Irak abziehen, um das Leben eines dort verschleppten Philippiners zu retten.

Eine entsprechende Erklärung an die Entführer verlas der stellvertretende philippinische Außenminister Rafael Sequis im arabischen Nachrichtensender El Dschasira am späten Montagabend.

Wie der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Angaben aus der philippinischen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad berichtete, soll der Lastwagenfahrer noch am Dienstag freigelassen werden. Dies hätten die Entführer zugesichert. Diese Nachricht sei kurz nach der Erklärung von Sequis bekannt geworden.

Unklar blieb indes, ob die Ankündigung der Regierung in Manila auch bedeutet, dass sie ihr Kontingent vor dem 20. August abzieht, dem geplante Termin der Beendigung der philippinischen Mission in dem arabischen Land. Nach den Worten Sequis' sollen die Soldaten und Polizisten heimkehren, «sobald ihre Vorbereitungen für eine Rückkehr auf die Philippinen abgeschlossen sind». Die militanten Extremisten fordern einen Abzug des Kontingents zum 20. Juli.

Im philippinischen Außenministerium wurde am Dienstagmorgen eine Dringlichkeitssitzung einberufen. Der Vize-Außenminister forderte die Geiselnehmer erneut auf, Angelo de la Cruz freizulassen. «Wir wissen, dass der Islam eine Religion des Friedens, des Mitgefühls und der Toleranz ist», sagte er.

Die Geiselnehmer hatten am Montag ihr Ultimatum an die Regierung in Manila überraschend um 24 Stunden verkürzt. Die Philippinen sollten bis Montag 21.00 Uhr Mesz einem vorzeitigen Abzug ihrer Soldaten und Polizisten aus dem Irak zustimmen. Andernfalls drohten die Entführer, den Lastwagenfahrer Angelo de la Cruz zu ermorden, berichtete El Dschasira, der eine Videobotschaft der Entführer veröffentlichte. Auf dem Band hieß es, der Lkw-Fahrer sei bereits an den Ort seiner bevorstehenden Ermordung gebracht worden.

Die neuerliche Frist war am Montagabend verstrichen. Kurz zuvor hatte die philippinische Arbeitsministerin Patricia Santo Tomas noch von einem «Zeichen der Hoffnung und des Optimismus'» gesprochen, als die Entführer das Ultimatum um 48 Stunden verlängert hatten.

Der Lkw-Fahrer war in der vergangenen Woche verschleppt worden. Noch am Wochenende hatte Manila klar gemacht, dass sie ihr Kontingent nicht vor dem 20. August abziehen werde, dem geplanten Termin der Beendigung seiner Mission in dem arabischen Land.

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