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Philippinen-Unwetter: Präsidentin will Holzeinschlag eindämmen

Nach den schweren Unwettern auf den Philippinen mit mehr als 620 Toten hat Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo einen verstärkten Kampf gegen illegalen Holzeinschlag angekündigt.

dpa MANILA. Nach den schweren Unwettern auf den Philippinen mit mehr als 620 Toten hat Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo einen verstärkten Kampf gegen illegalen Holzeinschlag angekündigt. Außerdem widerrief die Politikerin bei ihrem Besuch in den besonders heimgesuchten Städten Real, General Nakar und Infanta auf der Hauptinsel Luzon die dortigen Genehmigungen zum Holzfällen.

Nach Angaben der Sozialministerin Corazon Soliman, ordnete die Präsidentin an, alle entsprechenden Genehmigungen landesweit bis auf weiteres auszusetzen. Es werden noch mehr als 700 Menschen vermisst.

Auf den Philippinen hinterließen die schweren Unwetter der vergangenen Tage eine Spur der Verwüstung: Rettungskräfte brachten am Samstag Katastrophenhilfe in die betroffenen Gebiete. Die Behörden machten illegalen Holzeinschlag für die Erdrutsche und Überflutungen nach den starken Regenfällen verantwortlich. "Wir sind entschlossen, diejenigen die für Tod und Zerstörung verantwortlich sind, zur Verantwortung für ihre Verbrechen zu ziehen", sagte Arroyo laut einer Mitteilung. "Wir werden sie strafrechtlich verfolgen wie Terroristen, Entführer, Drogenhändler und andere abscheuliche Verbrecher."

Am Samstag hatte der Tropensturm "Nanmadol" die Philippinen verlassen und inzwischen Taiwan erreicht. Dort wurde eine Frau in den Tod gerissen, drei weitere Menschen galten als vermisst, teilte das Zentrale Wetteramt mit. Wegen des starken Regens und heftiger Winde mussten der Zug- und Luftverkehr zeitweise unterbrochen werden. Außerdem wurden Schulen und Unternehmen im Osten und Süden Taiwans geschlossen. Inzwischen bewege sich der Sturm auf die japanische Insel Okinawa zu, hieß es weiter.

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