Archiv
Philippinische Regierung fordert Ermittlungen gegen Estrada

Die Zeugenaussage eines Geschäftsfreundes Estradas beweise, dass der Ex-Präsident sein Amt und seinen Einfluss ausgenutzt habe, um sich zu Lasten von Volk und Staat zu bereichern, heißt es in der Erklärung des Ministeriums.

Reuters MANILA. Die philippinische Regierung hat am Freitag erstmals eine Anklage des früheren Präsidenten Joseph Estrada wegen Bereicherung im Amt gefordert. Die Regierung habe gegenüber dem Ombudsmann des Staates eine weitere Verfolgung der Vorwürfe gegen Estrada befürwortet, teilte das Justizministerium in Manila mit. Die Regierung werde drei Klagen gegen Estrada vorbereiten.

Dem Ombudsmann liegen bereits sechs Klageschriften gegen Estrada vor, die von Privatpersonen eingereicht wurden. Er ist der einzige, der gegen Regierungsmitglieder Anklage erheben kann. Vor seiner Entscheidung muss er die vorgelegten Beweise prüfen.

Der Oberste Gerichtshof des Landes bestätigte derweil die Rechtmäßigkeit der neuen Regierung. Die Entscheidung des Gerichts sei einstimmig gefallen, teilte ein Sprecher mit. Bis zuletzt hatte Estrada Anspruch auf das Amt erhoben und die Legitimität der neuen Regierung unter Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo angezweifelt.

Estrada war im Januar von der Opposition nach tagelangen Straßenprotesten zum Rücktritt gezwungen worden. Die Proteste hatten sich zuletzt daran entzündet, dass er in einem Amtsenthebungsverfahren wegen Korruption und Betrugs mit einem Freispruch rechnen konnte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%