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Philips-Chef: Medizinsparte wird unser größtes Geschäft

Der niederländische Technologiekonzern Koninklijke Philips Electronics NV will künftig den Großteil seines Umsatzes mit seiner Medizinsparte einfahren.

dpa-afx FRANKFURT. Der niederländische Technologiekonzern Koninklijke Philips Electronics NV will künftig den Großteil seines Umsatzes mit seiner Medizinsparte einfahren. "Wir erwirtschaften 20 Prozent unseres Umsatzes und mehr als 20 Prozent unseres Gewinns mit Medizintechnik", sagte Philips-Chef Gerald Kleisterlee der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Wir erwarten, dass die Medizinsparte in einigen Jahren unsere größte sein wird, mit einem Umsatz von mehr als zehn Mrd. Euro.

"Wenn wir einen DVD-Rekorder herausbringen, kommen einige Monate später Firmen aus Korea, China und Vietnam mit vergleichbaren Produkten auf den Markt", sagte Kleisterlee. "Vor einigen Jahren hielten die vier führenden Marken auf dem deutschen Markt für DVD-Spieler 80 Prozent Marktanteil, Jetzt verienigen sie gerade 20 Prozent auf sich. Die restlichen 80 Prozent haben Aldi und andere Discounter erobert mit Marken aus Fernost, von denen niemand je gehört hat."

Binnen Vier Jahren Eine Milliarde Euro Umsatz

In der Gesundheitsfürsorge komme es dagegen auf Zuverlässigkeit und Kontinuität an. "Wenn ein DVD-Spieler seinen Geist aufgibt, dann kaufe ich mir irgendeinen neuen. Wenn es aber um Ultraschallgeräte für Krankenhäuser geht, dann will ich wissen, dass der Lieferant in 30 Jahren noch da ist. Selbst als privater Konsument möchte ich Blutdruckmessgeräte nicht von einer Firma kaufen, die gestern aus dem Nichts gekommen ist, und morgen wieder im Nichts verschwindet."

Der Markt sei gewaltig und schwer abzugrenzen. Er reiche vom Massagestuhl bis zum Blutdruckmesser. "Wir haben uns einige Teilbereiche vorgenommen, in denen wir binnen vier Jahren bis zu eine Milliarde Euro Umsatz erzielen", sagte der Philips-Chef.

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