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Philips erfüllt Erwartungen - verhaltener Ausblick - Margendruck

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im dritten Quartal den Gewinn gesteigert und die Erwartungen des Marktes erfüllt. Für das vierte Quartal gab der Konzern einen vorsichtigen Ausblick.

dpa-afx AMSTERDAM. Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im dritten Quartal den Gewinn gesteigert und die Erwartungen des Marktes erfüllt. Für das vierte Quartal gab der Konzern einen vorsichtigen Ausblick. 2004 werde eines "der besseren Jahre" für Philips, sagte Konzernchef Gerard Kleisterklee am Dienstag in Amsterdam. Das Umsatzwachstum werde wie erwartet bei sieben bis acht Prozent liegen. Das US-Consumer-Geschäft werde im vierten Quartal schwarze Zahlen schreiben.

Im Consumer-Bereich (Flachbildschirme, DVD) sei damit zu rechnen, dass die Margen weiter unter Druck blieben. In der Halbleitersparte würden die Umsätze in Dollar im vierten Quartal zurückgehen, sich im Gesamtjahr aber im Einklang oder besser als der Markt entwickeln.

Die Bereiche Personal Care und Domestic Appliance würden im vierten Quartal saisonal bedingt gute Geschäfte machen und Margen zwischen 15 und 20 Prozent erreichen. Die Sparte Medizinische Systeme werde in 2004 eine Ebita-Marge (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Firmenwert-Abschreibungen) von 14 Prozent erreichen. Der Bereich Lighting habe seine operative Effizienz gesteigert und werde im vierten Quartal "solide Ergebnisse" liefern.

Einmaleffekte Steigern Überschuss

Der Konzernüberschuss im dritten Quartal legte von 124 Mill. Euro auf 1,172 Mrd. Euro zu. Analysten hatten 1,05 Mrd. bis 1,25 Mrd. Euro vorausgesagt. Allerdings wurde der Überschuss durch Einmaleffekte wie die Börsengänge der Töchter Navteq und LG.Philips LCD, die zusammen mehr als 700 Mill. Euro einbrachten, geschönt. Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg damit von 0,10 auf 0,92 Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Auf operativer Ebene erreichte Philips nach einem Verlust von 126 Mill. Euro im Vorjahr nun einen Gewinn von 1,019 Mrd. Euro. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 7,229 Mrd. Euro. Analysten hatte eine Spanne von 7,152 auf 7,510 Mrd. Euro berechnet.

Philips gab weitere Sonderbelastungen von 270 Mill. Euro im laufenden Quartal bekannt. Bis Ende 2005 wollen die Niederländer durch das so genannte Business Renewal Program 400 Mill. Euro eingespart werden. Das Unternehmen sei dabei seinen Planzielen voraus, sagte Kleisterklee.

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