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Philips rutscht tief in die roten Zahlen

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat für das dritte Quartal mit einem Nettoverlust von 799 Mill. ? ein deutlich schlechter als erwartetes Ergebnis ausgewiesen, kündigte für das vierte Quartal aber leicht anziehende Umsätze im Chip-Bereich an.

rtr AMSTERDAM. Für das Gesamtjahr sei mit einem Nettoverlust ohne Sonderbelastungen um die 600 Mill. ? zu rechnen, teilte Philips am Dienstag mit. Als Begründung für den drastischen Quartalsverlust nannte Philips Probleme im Chipsektor und Restrukturierungskosten in Höhe von 346 Mill. ?. Philips-Aktien legten an der Amsterdamer Börse dennoch zu. Analysten zufolge erwartet der Markt, dass das Schlimmste bei Philips überstanden sei.

Der operative Verlust im dritten Quartal belaufe sich auf 516 Mill. ? bei einem Umsatz von 7,187 Mrd. ?, teilte das Unternehmen weiter mit. Von Reuters befragte Analysten waren von einem operativen Verlust von 536,9 Mill. ? und einem Nettoverlust von 588,4 Mill. ? ausgegangen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Reingewinn von 2,1 Mrd. ? ausgewiesen.

Im vierten Quartal werde ein Verlust zwischen 200 und 250 Mill. ? vor Sonderbelastungen erwartet, hieß es. Gleichzeitig rechnet Philips in diesem Zeitraum aber mit anziehenden Umsätzen im Halbleiter-Bereich. Die erwarteten Umsätze seien "ein wenig höher" als im Vorquartal, sagte Finanzvorstand Jan Hommen in einer Telefonkonferenz. Die Steigerung sei allerdings saisonal bedingt. Der Umsatz werde dennoch rund 40 % unter dem des Vorjahreszeitraumes liegen. Für das Gesamtjahr 2001 könne der Netto-Verlust ohne Sonderbelastungen an die 600 Mill. ? betragen.

Im Juli hatte Philips für 2001 den ersten Verlust seit neun Jahren in einem Gesamtjahr in Aussicht gestellt und die zurückgehenden Umsätze im Chipbereich dafür verantwortlich gemacht. Philips-Aktien notierten gegen Mittag an der Amsterdamer Börse um rund sechs Prozent höher bei 24,60 ?. "Jeder hat erwartet, dass Philips einen hohen Verlust ausweist, aber die Ergebnisse zeigen an, dass wir den Tiefpunkt im dritten Quartal hatten, und dass im vierten Quartal bessere Resultate erwartet werden", sagte ein Analyst.

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