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Philly-Fed-Index und Frühindikatoren fallen überraschend deutlich

Neue Konjunkturdaten haben am Donnerstag weitere Hinweise für eine Konjunkturabkühlung in den USA geliefert. Der viel beachtete Konjunkturindex der regionalen Notenbank von Philadelphia und der Index der Frühindikatoren gaben jeweils deutlicher als erwartet nach. Eine geringfügige Verbesserung zeigten die wöchentlichen Zahlen zum Arbeitsmarkt.

dpa-afx WASHINGTON/PHILADELPHIA. Neue Konjunkturdaten haben am Donnerstag weitere Hinweise für eine Konjunkturabkühlung in den USA geliefert. Der viel beachtete Konjunkturindex der regionalen Notenbank von Philadelphia und der Index der Frühindikatoren gaben jeweils deutlicher als erwartet nach. Eine geringfügige Verbesserung zeigten die wöchentlichen Zahlen zum Arbeitsmarkt.

Der Philly-Fed-Index sank im August auf 28,5 Punkte von 36,1 Punkten im Juli nach, wie die Notenbank in Philadelphia mitteilte. Volkswirte hatten 31,7 Punkte erwartet. "Der Philly Fed ist gesunken, aber er ist immer noch stark", sagte Volkswirt Joseph A. Lavorgna von der Deutschen Bank. Trotz des Rückgangs verharrte der Index den 15. Monat in Folge im positiven Bereich. Werte über Null werden als Expansion im produzierenden Gewerbe interpretiert, Werte darunter als Abnahme. Im Februar hatte der Index mit 38,8 Punkten den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht.

Der Philly-Fed-Index gilt als wichtiger Frühindikator für das produzierende Gewerbe in den USA. Für die Umfrage werden Produzenten im Bundesstaat Pennsylvania und dem südlichen New Jersey befragt.

Sammelindex

Der Sammelindex der Frühindikatoren sank im Juli um 0,3 % zum Vormonat nach minus 0,1 % im Juni, wie das private Forschungsinstitut Conference Board in Washington bekannt gab. Experten hatten mit einem Rückgang um 0,2 % gerechnet. "Dieser Rückgang deckt sich mit der Mäßigung des Wirtschaftswachstums", sagte Volkswirt Gary Bigg von Bank of America. Die zuletzt positive Entwicklung der Einzelhandelsumsätze und der Industrieproduktion sollten den Index künftig wieder steigen lassen.

Der Index gibt Auskunft über die erwartete Wirtschaftsentwicklung in den kommenden drei bis sechs Monaten. Das Conference Board beobachtet dazu mehrere Wirtschaftsdaten und führt Haushaltsbefragungen durch.

Arbeitsmarkt

Überraschend gesunken ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Sie sei um 3 000 auf 331 000 gefallen, teilte das US-Arbeitsministerium in Washington mit. Von CBS befragte Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 335 000 erwartet. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt fiel die Zahl der Anträge um 2 500 auf 337 000. Ab einem Wert von 350 000 erwarten Experten generell einen Rückgang der Arbeitslosenzahl.

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