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Piech: Globalisierung auch Chance für neue Arbeitsplätze

VW-Vorstandsvorsitzender Ferdinand Piech hat die voranschreitende Globalisierung der Wirtschaftssysteme als Chance für die Schaffung neuer Arbeitsplätze bezeichnet.

dpa WOLFSBURG. "Das oft skizzierte Schreckgespenst der Globalisierung ist die Verlagerung der Arbeitsplätze in Niedriglohnländer. Aber genau dies können wir nicht beobachten", sagte Piech am Dienstag auf der Automobilkonferenz des Internationalen Metallgewerkschaftsbundes (IMB) in Wolfsburg. Vielmehr schafften globale Synergien zwischen Hochtechnologiestandorten und niedrigen Lohnkosten neue Arbeitsplätze.

Gleichzeitig schreite die Konzentration in der Automobilbranche voran. Gab es 1964 weltweit noch 52 unabhängige Unternehmen, so seien es jetzt noch 14. "Ich gehe davon aus, dass die Zahl auf sechs bis sieben sinken wird", sagte Piech. Die vier größten Autofabrikanten würden wohl dabei sein. VW ist zurzeit die Nummer vier weltweit. Die Hersteller müssten zudem neben dem Autoverkauf als Kerngeschäft Leasingangebote, Versicherungen und Service ausbauen. Diese Neuorientierung erfordere zwingend eine intensive Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Gemeinsam mit einer konjunkturfördernden Politik sichere das Zusammenwirken die Beschäftigung.

Auch die Produktentwicklung dürfe nicht vernachlässigt werden. Dazu gehörten neue Technologien wie die Brennstoffzelle. Politischen Parteien und Meinungsführern müsse jedoch bewusst sein, dass es dabei nicht nur um die Bereitstellung eines Prototypen gehe. Die Infrastruktur inklusive entsprechender Tankstellen mit Wasserstoff gehöre ebenfalls zu einem attraktiven, sicheren und bezahlbaren Konzept für die Kunden.

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