Piech hält Zusammenarbeit mit Partner in Amerika oder Asien für denkbar
VW-Chef kann sich Kapitalverbund mit Partner aus Übersee vorstellen

Ferdinand Piech hält eine Zusammenarbeit des Wolfsburger Automobilkonzerns mit einem Partner in Amerika oder Asien für denkbar

dpa WOLFSBURG/HAMBURG. Der Volkswagen-Chef Ferdinand Piech hält eine Zusammenarbeit des Wolfsburger Automobilkonzerns mit einem Partner in Amerika oder Asien für denkbar. Eine solche Kooperation ist nach Piechs Vorstellungen jedoch nicht in einer Fusion, sondern in einem "Kapitalverbund" sinnvoll. Einen solchen Verbund könne er sich "sehr wohl vorstellen, aber mit zwei Zentralen, zwei individuell auf ihr Marktgebiet ausgerichteten Unternehmen", sagte Piech der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit".

Die großen Autokonzerne, die Piech mit "Dinosauriern" vergleicht, hätten nur eine Chance, wenn die vier großen Wirtschaftsregionen Asien, Europa, Nordamerika und Südamerika nicht zentral geführt würden. "Dinosaurier haben Zukunft: in einem Kapitalverbund mit klarer regionaler Aufgaben- und Arbeitsteilung", sagte Piech.

Strategie wird nicht nach Börsen-Lage ausgerichtet

VW will laut Piech seine Strategie weiterhin nicht allein an der Börse ausrichten. Dennoch rückt der Aktienkurs "in der Priorität ganz weit nach oben". "Wir müssen ihn in Ordnung bringen. Doch zu diesem Zweck dürfen wir gewiss nicht Volkswagen als Übernahmekandidaten darstellen - dann ginge es nämlich schnell nach oben."

Wenn VW künftig nach dem internationalen Bilanzierungssystem IAS (International Accounting System) seine Jahreszahlen vorlege, schaffe das nicht nur mehr Transparenz. Es werde auch "ein stärkeres Auf und Ab der Gewinne geben."

Auf einen Favoriten für seine Nachfolge an der VW-Spitze wollte sich Piech erneut nicht festlegen. Die Frage, ob er von 2003 an Vorsitzender des Aufsichtsrates werde, müssten die Aktionäre entscheiden, sagte Piech.

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