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Pieper ist bundesweit bekannt

An Selbstbewusstsein mangelt es der FDP - Spitzenkandidatin Cornelia Pieper nicht.

dpa MAGDEBURG. Die 43-jährige Hallenserin, die auf ihrem Briefkopf als "Ministerpräsidentin für Sachsen-Anhalt" firmiert, tritt immer forsch auf und zeigt nicht die leisesten Zweifel, dass der FDP am 21. April der Wiedereinzug in den Landtag gelingen wird. Helfen soll ihr Bekanntheitsgrad: Seit sie im Mai 2001 das Amt als FDP-Generalsekretärin übernahm, ist sie oft in den Medien präsent und damit mehr Menschen ein Begriff als zuvor.

Ihre politische Feuertaufe in Sachsen-Anhalt hat die am 4. Februar 1959 in Halle geborene Pieper bereits hinter sich. Im März 1995 hatte sie den Vorsitz einer völlig zerstrittenen Landespartei übernommen. Nach glänzendem Start bei den ersten freien Wahlen 1990 - 19,7 Prozent bei der Bundestagswahl und 13,5 Prozent bei der Landtagswahl - waren die Liberalen 1994 im parlamentarischen Aus gelandet. Obwohl auch 1998 nicht die Rückkehr in den Landtag gelang, blieb die immer optimistisch wirkende Pieper die zwar nicht gänzlich unumstrittene, aber klare Nummer 1 der Liberalen in Sachsen-Anhalt.

Politisch aktiv wurde Pieper erst nach der Wende, wenngleich sie 1985 in die DDR-Blockpartei LDPD eingetreten war. Nach dem Studium der Sprachwissenschaften (Polnisch und Russisch) in Leipzig und Warschau arbeitete sie zunächst als Dolmetscherin. 1990 zog sie in den Magdeburger Landtag ein und wurde Vize-Chefin der FDP-Fraktion, die bis 1994 zusammen mit der CDU Sachsen-Anhalt regierte. In der Bundespartei machte sie schnell Karriere: 1993 Mitglied des Bundesvorstandes, seit 1997 stellvertretende Bundesvorsitzende, jetzt Generalsekretärin. Pieper ist verheiratet und hat einen Sohn.

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