Pilot vergaß Reisepass
Arbeitgeber muss nicht für Nachlässigkeit haften

Die Lufthansa muss nicht für die Nachlässigkeit ihrer Piloten haften. Das geht aus einem am Dienstag bekannt gewordenen Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor.

HB/dpa FRANKFURT. Die Richter wiesen die Zahlungsklage eines Piloten zurück, der auf dem Flug von Frankfurt nach Peking seinen Reisepass vergessen hatte und dafür von den chinesischen Behörden mit einer Strafe in Höhe von 1650 Euro belegt worden war (Az.: 6 Ca 2397/02).

Weil der vergessliche Pilot nicht so viel Geld dabei hatte, zahlte das Unternehmen zunächst die Strafe, behielt diesen Betrag aber bei der nächsten Gehaltsabrechnung ein. Der Pilot vertrat die Auffassung, dass die Lufthansa den Schaden übernehmen müsse. Der Pass sei ihm auf dem Weg zum Flughafen aus der Jackentasche gefallen.

Laut Urteil gelten bei Schäden, die von Arbeitnehmern bei ihrer Tätigkeit angerichtet werden, in der Regel zwar die Grundsätze eines "innerbetrieblichen Schadensausgleichs" durch den Arbeitgeber. Verhalte sich der Arbeitnehmer aber "grob fahrlässig", müsse er für den Schaden selbst aufkommen.

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