Piloten fordern höhere Gehälter
Iberia hat Flugbetrieb wieder aufgenommen

Die spanische Fluggesellschaft Iberia hat im Tarifstreit mit ihren Piloten eine Einigung erzielt und die bereits verkündete Einstellung des Flugbetriebes wieder zurückgenommen. In einer am Freitagmorgen in Madrid veröffentlichten Erklärung des Unternehmens hieß es, dass die Flüge seit 05.25 Uhr wieder aufgenommen wurden. Man hoffe, dass sich der Flugbetrieb in den nächsten Stunden normalisieren werde.

dpa MADRID. Die Entscheidung, den Flugplan einzuhalten, fiel, nachdem 113 Piloten schriftlich versichert hatten, ihrer Verantwortung weiter nachzukommen. Damit sei die Ursache für die Einstellung des Flugbetriebs entfallen, hieß es in der Iberia-Erklärung. Zugleich wurde die Entscheidung der Piloten begrüßt, "im Interesse der Kunden ihre ursprüngliche Haltung zu berichtigen". Viele der Piloten hatten nur wenige Stunden zuvor ihre Kündigung eingereicht und so die Einstellung des Flugbetriebes erzwungen.

Iberia-Präsident Xavier de Irala hatte daraufhin am Donnerstagabend völlig unerwartet mitgeteilt, dass ab Mitternacht alle Iberia-Maschinen auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben sollen, da durch die Kündigungen die Sicherheit der Passagiere nicht mehr gewährleistet werden könne. Von der Einstellung des Flugbetriebs wären in der laufenden Hochsaison schätzungsweise 80 000 Urlauber betroffen gewesen.

Hintergrund des Tarifstreits sind die Forderungen der Iberia - Piloten nach höheren Löhnen und einem Ausgleich für Gehaltskürzungen. In den vergangenen drei Wochen haben sie bereits drei Mal für je 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Das Unternehmen hatte bislang eine 26-prozentige Gehaltserhöhung angeboten, die von den Flugkapitänen aber abgelehnt wurde, weil sie an die Ertragsentwicklung des Unternehmens gekoppelt war.

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