Pjöngjang: USA bereiten Schlag vor
USA wollen mit Nordkorea reden

Die USA wollen mit Nordkorea direkte Gespräche über das umstrittene Atomprogramm Pjöngjangs führen. Das sagte der stellvertretende Außenminister Richard Armitage am Dienstag in Washington.

HB/dpa WASHINGTON/SEOUL. "Es ist keine Frage, wir werden direkt mit den Nordkoreanern sprechen müssen", sagte Armitage vor dem Senatsausschuss für auswärtige Angelegenheiten. Die USA wollten zuvor aber sicherstellen, dass andere Länder in der Region (Russland, Japan und China) an der Konfliktlösung beteiligt werden. Pjöngjang hatte in den vergangenen Wochen mehrfach auf direkte Verhandlungen mit Washington gedrungen.

Nordkorea unterstellte den USA nach Berichten über eine mögliche Verstärkung der US-Truppenpräsenz in der Pazifikregion erneut die Vorbereitung eines Militärschlags gegen das Land. Die Verstärkung von Truppen der USA in Südkorea und Japan seien "ein Teil ihres Plans, unser Land durch militärische Mittel zu ersticken", hieß es am Dienstag in einem Kommentar des staatlichen nordkoreanischen Rundfunks.

Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il habe eine Marineeinheit inspiziert und dabei die Matrosen als "menschliche Bomben" gepriesen. Kim habe die Marinesoldaten als "unbesiegbare Kämpfer" bezeichnet. Sie hätten den "Geist, um menschliche Bomben zu werden und sich selbst in die Luft zu sprengen".

Berichten der US-Medien vom vergangenen Wochenende zufolge hat der Oberbefehlshaber der US-Truppen im Pazifikraum, Admiral Thomas Fargo, eine Verstärkung des Truppen-Kontingents angefordert. Damit solle Nordkorea signalisiert werden, dass die USA auch im Falle eines Irak- Kriegs gegen mögliche Bedrohungen durch den Norden der koreanischen Halbinsel gewappnet seien. Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea hatten sich seit dem vergangenen Oktober verschärft, als der kommunistische Staat nach US-Angaben die Existenz eines geheimen Atomwaffenprogramms zugegeben hatte.

Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm wird voraussichtlich auch bald den Weltsicherheitsrat beschäftigen. In Wien kündigte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) an, dass die Führung dieser UN-Behörde am 12. Februar über die Nuklearfrage beraten werde. Dabei solle auch entschieden werden, ob im Atomstreit der UN-Sicherheitsrat eingeschaltet werden soll, weil Pjöngjang jede weitere Zusammenarbeit mit der IAEO abgelehnt hat.

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