Plädoyer für gemäßigte Linie bei Lohnpolitik
DGB wirft IWF falschen Zahlen vor

dpa BERLIN. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vorgeworfen, er operiere mit falschen Zahlen. Es sei falsch zu behaupten, die USA boomten im Vergleich zu Europa wegen eines angeblich geringeren Anstiegs der Reallöhne, sagte das Vorstandsmitglied der Gewerkschaft, Heinz Putzhammer, am Montag in Berlin.

Das Gegenteil sei richtig, betonte Putzhammer, der eine Studie im Auftrag der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung vorstellte. Danach sind Lohnsteigerungen in Europa in den letzten fünf Jahren fast völlig ausgeblieben, während es in Amerika zu kräftigen Steigerungen gekommen sei.

Für die weitere Lohnpolitik plädierte der DGB für eine gemäßigte Linie. Das Beste, was die Lohnpolitik tun könne, sei eine nominale Entwicklung der Arbeitnehmereinkommen, die sich an der Produktivität und der Inflationsrate orientiere, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) erwartet werde.

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