Plädoyer für kapitalgedeckte Altersvorsorge
Hundt lehnt Gleichstellungsgesetz entschieden ab

ap MÜNCHEN. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat das geplante Gleichstellungsgesetz entschieden abgelehnt. Einen falscheren Weg, als die Chancengleichheit mit "noch mehr Zwang und Regulierung" weiterentwickeln zu wollen, gebe es nicht, sagte Hundt am Freitag in München und fügte hinzu: "Ein solches Gleichstellungsgesetz ist Gleichmacherei und sichert keine gleichen Chancen." Die Wirtschaft und ein Großteil der Frauen setzten stattdessen auf das Prinzip der Freiwilligkeit.

Das umstrittene Gesetzesvorhaben von Familienministerin Christiane Bergmann sieht vor, die Vergabe öffentlicher Aufträge an die Einhaltung von Frauenförderplänen zu binden. Damit soll die Position von Frauen in der Wirtschaft verbessert werden.

Hundt warnte auf der Landesversammlung der Mittelstands-Union der CSU erneut davor, durch ein Scheitern der Rentenreform das Konzept der kapitalgedeckten Altersvorsorge in Frage zu stellen. Die Reform habe zwar "gravierende Strukturfehler, Lücken und Unzulänglichkeiten". Dennoch dürfe die Chance des Einstiegs in die kapitalgedeckte Altersvorsorge nicht vertan werden, betonte Hundt. Sie sei ein wichtiger Schritt bei der Umstellung des Rentensystems.

Zugleich forderte der Arbeitgeberpräsident eine Senkung der Rentenbeiträge. Ein mittelfristig auf 22 Prozent steigender Beitragssatz sei für die deutsche Wirtschaft nicht tragbar. "Ziel einer echten Rentenreform hätte es sein müssen, den Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2030 auf unter 20 Prozent zu halten und zu begrenzen", sagte Hundt. Er hoffe, dass der Vermittlungsausschuss sich auf die Frage der Beitragsstabilität und-senkung konzentriere.

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