Pläne fürs Weiße Haus
McCain will US-Atomwaffen reduzieren

Jetzt werden die Pläne konkreter: Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat John McCain will nach eigenen Angaben die Zahl der amerikanischen Atomwaffen reduzieren, sollte er ins Weiße Haus gewählt werden. In kaum verhüllter Kritik an Amtsinhaber George W. Bush forderte er, die USA müssten wieder „die Führung übernehmen, wie die Welt sie von uns erwartet“.

HB WASHINGTON. Der designierte republikanische US-Präsidentschaftskandidat John McCain will im Falle seiner Wahl das amerikanischen Atomwaffenarsenal verringern. Zudem wolle er mit China und Russland Verhandlungen über einen Atomwaffenabbau beginnen, sagte er in einer Rede an der Universität von Denver (Bundesstaat Colorado).

„Ich will die Größe unseres Nukleararsenals auf das geringste Niveau bringen, das mit unseren Sicherheitserfordernissen und unseren weltweiten Verpflichtungen vereinbar ist“, sagte der 71-jährige Präsidentschaftsbewerber. Außerdem wolle er die internationalen Vereinbarungen zur Nicht-Weitergabe von Atomwaffen stärken.

„Der Kalte Krieg ist seit 20 Jahren beendet, und die Zeit ist gekommen, mit neuen Maßnahmen die Atomarsenale weltweit deutlich zu verringern“, sagte McCain. "Die USA müssten wieder „die Führung übernehmen, wie die Welt sie von uns erwartet - in der Tradition amerikanischer Präsidenten, die sich für eine Reduzierung der atomaren Bedrohung für die Menschheit eingesetzt haben“.

Die Bereitschaft des Präsidentschaftsbewerbers der Demokraten, Barack Obama, mit dem Iran und Nordkorea über deren umstrittene Atomprogramme zu sprechen, bezeichnete McCain als naiv. Allein durch Gespräche ließen sich die „feindliche Staaten“ nicht von ihrer Atompolitik abbringen.

Doch auch die Vorstellung, die Weiterverbreitung der Atomwaffen allein mit militärischen Mitteln zu verhindern, wie es von den Falken in der gegenwärtigen US-Regierung erwägt wird, lehnte McCain ab. Der Einsatz von Gewalt könne immer nur der letzte Schritt sein, keineswegs aber der erste, sagte er. In einer ersten Reaktion warf Obamas Wahlkampfteam McCain vor, eine Reihe von Ideen seines demokratischen Konkurrenten übernommen zu haben.

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