Pläne zur Liberalisierung des Kartellrechts begrüßt
WAZ-Gruppe will weiter zukaufen

Der so oft zitierten Medienkrise zum Trotz: Die Essener Mediengruppe WAZ bleibt auf Expansionskurs. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sprang trotz von den Verlegern immer wieder angeführter Werbekrise eine zweistellige Rendite heraus.

HB HAMBURG. Der Gesamtumsatz der Gruppe stieg im abgelaufenen geschäftsjahr auf etwa 1,9 Mrd. ?. Das teilte WAZ-Geschäftsführer Lutz Glandt im Gespräch mit dem Hamburger Informationsdienst new business mit. Rund 40 % des WAZ-Umsatzes stammten heute aus dem Ausland. In Europa beschäftigt der Konzern rund 14 500 Mitarbeiter.

Der gegen den allgemeinen Markt-Trend erfolgreiche Medien-Konzern ist laut Glandt weiterhin an Zukäufen auch in Deutschland interessiert. Das gelte vor allem für die Segmente Zeitschriften und Fachzeitschriften. Darüber hinaus stärke die WAZ-Gruppe aber auch ihr traditionelles Zeitungsgeschäft im Ruhrgebiet. Wie Glandt erklärte, werden bis 2006 rund 250 Mill. ? in die Druck-Standorte Essen und Hagen investiert. Danach verfüge die WAZ über einen der modernsten und größten Zeitungsdruck-Standorte in Europa.

Positiv wertete Glandt den jüngsten Vorstoß von Bundeskanzler Schröder zur Liberalisierung des Kartellrechts im Pressemarkt. "Ich glaube, Bundeskanzler Schröder hat verstanden, dass es hier nicht um kurzfristige Gewinn-Interessen geht, sondern um die langfristige Sicherung einer vielfältigen Presse-Landschaft." Mit ihrem Modell habe die WAZ bewiesen, dass mehrere redaktionell eigenständige Zeitungen unter einem Verlagsdach einerseits gegeneinander konkurrieren und dennoch im Anzeigen- und Produktionsbereich von Synergie-Maßnahmen profitieren könnten.

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