Planmäßige Verluste
Pixelpark will nächstes Jahr Gewinne machen

Der Internet-Dienstleister Pixelpark will im Zeitraum Juli 2001 bis Juli 2002 in die Gewinnzone kommen.

Reuters BERLIN. Finanzchef Jan Kantowsky erklärte am Donnerstag in Berlin auf der ersten Hauptversammlung nach dem Börsengang von Pixelpark, er erwarte - nach einem nochmaligen Verlust beim Gesamtergebnis im laufenden Geschäftsjahr - im darauf folgenden Geschäftsjahr eine "positive Situation". Der Umsatz werde sich im laufenden Geschäftsjahr bei einem ausgeglichenen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verdoppeln. Ein Firmensprecher stellte klar, dieses Prognose gelte noch auf Basis des aktuellen Geschäftsjahres, dass jeweils von Juli bis Juni des nächsten Jahres reichte, aber geändert werde.

Seine Mittelreserve aus dem Börsengang wolle Pixelpark für seine weitere Expansion, den Ausbau seines Geschäfts auch mit Hilfe von Zukäufen einsetzen, sagte Kantowsky. In den USA sei "eher mittelfristig" eine Akquisition denkbar. Dort unterhalte Pixelpark derzeit ein Büro, um "das Ohr am Puls" der Entwicklung auf dem weltweit wichtigsten Internet-Markt zu haben.

Pixelpark-Chef Claudius Neef sagte seinem Unternehmen eine wachstumsträchtige Zukunft voraus. Dazu würden auch die jüngsten Zukäufe beitragen. Ein wichtiger Schritt sei insbesondere der Erwerb des Logistikspezialisten ZLU gewesen, zu dem die Aktionäre auf der Hauptversammlung ihre Zustimmung gaben. Von Aktionären wurde vereinzelt mangelnde Transparenz kritisiert.

Pixelpark, mehrheitlich im Besitz der Bertelsmann AG, hatte 1999/2000 (bis 30. Juni) seinen Umsatz auf 58,7 (21,7) Mill. Euro fast verdreifacht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) hatte mitbedingt durch die Kosten des Börsenganges bei 7,99 (minus 1,26) Mill. Euro, das EBITDA bei 3,5 (plus 0,5) Mill. Euro im Minus gelegen.

Der Verlust im vergangenen Jahr ist Pixelpark, wie Kantowsky sagte, "nicht einfach passiert", sondern er sei planmäßig entstanden. Grund seien Aufwendungen des Geschäftsausbaus gewesen. Der Börsenkurs habe sich gegenüber dem Emissionskurs von 15 Euro bis zum 1. November mehr als verfünffacht. Die Aktie notierte am Donnerstagmittag 2,84 % niedriger bei 78,70 Euro.

Das Unternehmen will sein Geschäftsjahr, das bislang zum 30. Juni endet, wieder auf das Kalenderjahr umstellen. Daher soll das laufende Geschäftsjahr lediglich ein halbes Jahr umfassen. Die Hauptversammlung stimmte außerdem auch der Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals von 2,1 Mill. Euro zu.

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