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Plasmaselect korrigiert Planzahlen für 2000 nach unten

Das Biotech-Unternehmen Plasmaselect hat die Umsatzplanung für das laufende Gesamtjahr 2000 auf 10,22 Mill. Euro von ursprünglich in Aussicht gestellten 18,03 Mill. Euro zurückgenommen.

rtr FRANKFURT. Das am Frankfurter Neuen Markt gelistete Biotech-Unternehmen Plasmaselect hat seine Umsatz- und Ergebnisplanungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Wie ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Montag sagte, wird die Umsatzplanung für das laufende Gesamtjahr 2000 auf 10,22 Mill. Euro von ursprünglich in Aussicht gestellten 18,03 Mill. Euro zurückgenommen. Beim Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) rechne man nun mit 14,96 Mill. Euro nach einem zuvor geplanten Minus von 7,42 Mill. Euro. Hintergrund sei die am Morgen in einer Pflichtmitteilung bereits gemeldete Verschiebung von Umsätzen aus dem Produkt "Rheosorb". Der Kurs der Aktie brach bis zum frühen Montagnachmittag um über 19 % ein.

Bislang habe das Unternehmen bei dem Produkt "Rheosorb" für das vierte Quartal 2000 mit einer geregelten Kostenübernahme durch die Krankenkassen gerechnet, sagte der Sprecher. Da den Kassen die bisherige Datenlage jedoch nicht ausgereicht habe, bleibe es zunächst bei der Einzelfallerstattung. Daher würden sich Umsätze mit dem Produkt nicht in dem geplanten Maße generieren lassen, hieß es. Man werde den Kassen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2001 eine neue Studie vorlegen. Aufgrund dieser neuen Daten werde man dann über eine geregelte Kostenübernahme sprechen, hieß es. Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die geregelte Kostenübernahme 2002 erfolgen werde. Auch für 2001 werde man über eine Korrektur der Planzahlen nachdenken müssen, sagte der Sprecher. Rheosorb ist den Angaben zufolge ein Blutreinigungsgerät, das eingesetzt wird, um Gefäßverschlüsse bei Diabetikern zu verhindern.

Am Montagmorgen hatte das Unternehmen die Zahlen für das dritte Quartal bekanntgeben. Danach erreichte Plasmaselect den entsprechenden drei Monaten im operativen Ergebnis erstmals den Break-Even. In diesem Zeitraum seien die Erlöse um 200 % gegenüber dem Vorquartal auf 4,77 Mill. Euro gesteigert worden. Insgesamt erzielte die Gesellschaft den Angaben zufolge in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 7,79 Mill. Euro.

Bis Montagmittag gegen 14.30 Uhr erloren Plasmaselect in einem knapp behaupteten Markt 18,23 % auf 32,30 Euro und notierten damit unter ihrem bisherigen Jahrestief von 36 Euro. Die Papiere waren im Februar dieses Jahres zu 45 Euro an den Neuen Markt gebracht worden. Das Jahreshoch lag im März bei 179 Euro.

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