Plattform "www.handwerk.de" gestartet
Verband will alle Handwerksbetriebe ins Internet bringen

Eine Betriebsdatenbank soll auf alle 850 000 Handwerksbetriebe verweisen. Bereits im Juni startete das Handwerksportal.

Reuters BERLIN. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) will alle 850 000 Betriebe dieses Wirtschaftszweiges ins Internet bringen. Die im Juni dieses Jahres gestartete Plattform "handwerk.de" solle im Laufe des nächsten Jahres zu einem Marktplatz für alle Produkte und Dienstleistungen des Handwerks ausgebaut werden, sagte ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer am Donnerstag in Berlin. Das Herzstück werde eine Datenbank mit Angaben und Links zu möglichst allen Handwerksbetrieben in Deutschland bilden. Nach einer Umfrage des ZDH nutzt zurzeit jeder zweite Handwerker das Internet für betriebliche Zwecke.

Vorraussetzung: Betrieb muss im Internet vertreten sein

Voraussetzung für den Aufbau der Betriebsdatenbank sei, dass jedes darin aufgeführte Unternehmen mit einer eigenen Hompage im Netz vertreten sei, sagte Schleyer weiter. Die dafür notwendige Software stelle der ZDH den Betrieben über die örtlichen Handwerkskammern und Fachverbände kostenlos zur Verfügung. Beim Ausbau des Portals "handwerk.de" arbeitet der Verband nach Angaben eines Sprechers mit großen Informationstechnologie-Unternehmen wie Microsoft , Siemens und Fujitsu zusammen.

Fast die Hälfte nutzt bereits das Internet

Die am Donnerstag vorgestellte Umfrage unter 12 200 Betrieben mit rund 210 000 Beschäftigten aus dem gesamten Bundesgebiet macht nach den Worten Schleyers deutlich, dass das Handwerk das Internet stärker als bisher angenommen nutzt. 49,3 % aller Betriebe verfügten bereits über einen Online-Anschluss. Weitere 20 % planten den Einstieg ins Netz, wobei keine Unterschiede zwischen Ost und West erkennbar seien. Fast jeder vierte Handwerker habe bereits eine eigene Homepage. Dennoch seien die Vorteile des E-Commerce "noch nicht vollständig im Handwerk angekommen", heißt in einer Zusammenfassung der Umfrageergebnisse. So setzten erst 12,5 % aller im Internet aktiven Betriebe das Netz für einen gezielten Verkauf ihrer Waren und Dienstleistungen ein. Ein Grund dafür sei, dass nach einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach bislang nur 9,7 % aller Endverbraucher zwischen 14 und 64 Jahren online einkaufen.

Internet wird hauptsächlich für Informationen genutzt

Zurzeit stehe bei der Internetnutzung im Handwerk die Informationsbeschaffung mit 84,6 % klar im Vordergrund, heißt es in der ZDH-Umfrage. Danach folgen die Online-Abwicklung des Zahlungsverkehrs (56,7 %) sowie die Kommunikation mit Kunden und Lieferanten (55,5 %). Das Handwerk ist mit mehr als sechs Mill. Beschäftigten und einem Jahresumsatz von gut einer Billion Mark einer der größten Wirtschaftszweige der Bundesrepublik.

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