Platz für 169 Passagiere
Stichwort: Tupolew

Die Tupolew 154, die am Donnerstag ins Schwarze Meer gestürzt ist, bietet bis zu 169 Passagieren Platz. Die dreimotorige Maschine zählt zu den am meisten verbreiteten Mittel- und Langstreckenflugzeugen in der ehemaligen Sowjetunion.

ap FRANKFURT/MAIN. Die Tu-154 mit einer Länge von fast 48 Metern und einer Spannweite von 37,5 Metern fliegt mit einer Reisegeschwindigkeit von maximal 900 Kilometern pro Stunde. Ihre Reichweite liegt bei etwa 6000 Kilometern. Insgesamt wurden mehr als 350 Flugzeuge gebaut. Hauptabnehmer war die sowjetische Fluggesellschaft Aeroflot.

Die Tupolew 154 wurde am 8. Februar 1972 in Betrieb genommen. 1975 kam die nächste Generation dieses Typs, die Tu-154A, auf den Markt; die modernste Version der Maschine, die Tu-154B, fliegt seit 1978. Die beiden neueren Typen besitzen im Unterschied zum ersten Modell stärkere Motoren und größere Treibstofftanks. Die Tu-154B-2, die in den Jahren danach entwickelt wurde, ist eine Kombination von Passagier- und Frachtflugzeug. Die dritte Variante Tu-154M besitzt andere Treibwerke und ein geändertes Leitwerk. Diese Version der Tu-154 wurde bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr nach dem Absturz einer Maschine im September 1997 eingelagert.

In Fachkreisen gilt das Flugzeug als unsicher. Bei einem Absturz im Dezember 1995 kamen im Fernen Osten Russlands alle 97 Insassen einer Tu-154 ums Leben. Im Januar 1994 starben bei einem Absturz in Sibirien 125 Menschen, im Juni desselben Jahres stürzte in China eine Tu-154 ab, keiner der 160 Insassen überlebte. 141 Menschen starben bei einem Absturz einer Tu-154 im August 1996 auf Spitzbergen. Am 13. September 1997 stürzte eine Tupolew-154 der Bundesluftwaffe vor der südafrikanischen Küste ab, wobei alle 24 Insassen starben. Im August 1998 verunglückte beim Start in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito eine Tu-154, dabei starben 79 Menschen. Zuletzt stürzte Anfang Juli dieses Jahres eine Tu-154 in Sibirien ab, 145 Menschen kamen ums Leben.

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