Pluschenko schafft es noch auf Rang zwei
Jagudin viermal mit der Traumnote 6,0

Der Russe Alexej Jagudin ist Olympiasieger im Eiskunstlaufen. Mit einer gelungenen Kür gewann der 21-Jährige den Herren-Wettbewerb vor seinem Landsmann Ewgeni Pluschenko. Bronze errang im Salt Lake Ice Center Timothy Goebel (USA). Ein deutscher Läufer war nicht am Start.

dpa SALT LAKE CITY. Als letzter Läufer hatte Jagudin alles in der Hand. Für die Goldmedaille musste er als "Mann mit der Eisernen Maske" die Kür nur fehlerlos durchlaufen. Und das gelang dem dreifachen Weltmeister in beeindruckender Weise. Für seinen Vortrag wurde er von den Preisrichtern gleich vier Mal mit der Höchstnote 6,0 belohnt. Jagudin glänzte mit zwei sauberen vierfachen Toeloops und einem exzellenten Ausdruck. Mehr als 16 000 Zuschauer im ausverkauften Salt Lake Ice Center feierten den Europameister.

Pluschenko stellte sich zwar in weitaus besserer Form als im Kurzprogramm vor, konnte seinen Rückstand aber nicht mehr aufholen. Erstmals im Wettkampf zeigte der 19-Jährige seine Kür zum Klassiker "Carmen". Trotz einer Leistenverletzung, die ihn zum Startverzicht bei der EM im Januar gezwungen hatte, zeigte der St. Petersburger mit dem Vierfach-Toeloop/Dreifach-Toeloop/Dreifach-Rittberger eine Weltpremiere. Doch wegen kleinerer Unsauberkeiten gaben die Preisrichter keine Höchstnoten.

Unterdessen forderte das Internationale Olympische Komitee (IOC) von der Internationalen Eislauf-Union (ISU) eine "sehr schnelle Lösung" in der Affäre um die olympische Paarlauf-Entscheidung. "Sobald wir den Bericht des Verbandes erhalten haben, werden wir über Konsequenzen sprechen", sagte IOC-Generaldirektor Francois Carrard am Donnerstagabend in der Mormonen-Metropole. ISU-Präsident Ottavio Cinquanta sicherte eine rasche Entscheidung zu. "Wir müssen uns beeilen", sagte der Italiener.

Der kanadische Eislauf-Verband hatte wegen der angeblichen Benachteiligung seines Paares Jamie Sale/David Pelletier gegenüber den russischen Goldmedaillen-Gewinnern Elena Bereschnaja/Anton Sicharulidse eine Untersuchung gefordert. Carrard verweigerte jede Antwort auf die Frage, ob den kanadischen Silbermedaillen-Gewinnern nachträglich eine zweite Goldmedaille verliehen werden könnte. Der IOC-Generaldirektor wies auf die Autonomie der ISU bei der Untersuchung des Falls hin, bei dem es möglicherweise um Absprachen zwischen Preisrichtern geht.

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