Podiums-Plätze im Visier
Toyota setzt auf bewährte Formel-1-Kräfte

Sieben Wochen vor dem Auftakt der neuen Formel-1-Saison in Melbourne präsentierten die Teams von Toyota und Jaguar ihre neuen Autos.

HB KÖLN/BARCELONA. Die Verantwortlichen des in Köln ansässigen Toyota - Rennstalls gehen ohne revolutionäre Design-Ansätze, aber mit viel Optimismus in die bevorstehende Weltmeisterschaft. "Wir wollen zum ersten Mal überhaupt auf das Podium", sagte der neue Teamchef Tsutomu Tomita am Samstag bei der Präsentation des neuen Rennwagens TF104 in Köln. Das Team setzt vor allem auf bewährte Kräfte. Das neue Auto unterscheidet sich äußerlich kaum vom Vorgängermodell, und auch die Fahrer Olivier Panis aus Frankreich und Cristiano da Matta aus Brasilien genießen wie 2003 das volle Vertrauen der Verantwortlichen.

Im Vorjahr hatte Jaguar in der Konstrukteurs-Wertung den 7., Toyota den 8. Platz belegt. Beide Teams verfolgen in der am 7. März in Australien beginnenden Saison eine ähnliche Strategie. Auch der neue Jaguar "R5", den das englische Team am Sonntag in Barcelona vorstellte, basiert auf seinem Vorgängermodell. Durch die frühe Fertigstellung des Autos fühlen sich die Verantwortlichen besser für die bevorstehenden Aufgaben gerüstet als in den vergangenen Jahren. "Mit diesem Auto wurde deutlich früher begonnen als in der Vergangenheit und es ist die Weiterentwicklung eines Autos, das wir schon gut verstehen", sagte Team-Manager David Pitchforth.

"Ich würde gerne erstmals auf das Podium. Aber ich wäre auch nicht total besorgt, wenn es nicht klappt", sagte der australische Jaguar- Pilot Mark Webber über die sportlichen Ziele. "In erster Linie müssen wir Fortschritte machen und mehr Punkte holen als 2003."

Toyota-Fahrer da Matta gab sich sehr optimistisch. "Wenn es ganz gut läuft, wollen wir 2004 auch einmal ein Rennen gewinnen", meinte er. Der 30-Jährige steht vor seiner zweiten Saison in der Formel 1. "Ich bin sicher, dass wir in jedem Rennen um die Punkte mitfahren werden." Die Fahrerwertung 2003 schloss er mit zehn Punkten als 13. ab. Teamkollege Panis holte sechs Zähler und landete am Ende der Saison auf Platz 15. Trotzdem meinte der mit 37 Jahren älteste Fahrer im Formel- 1-Feld: "2003 haben wir ab und zu unser Potenzial gezeigt. Das müssen wir als Sprungbrett nutzen. Dann werden wir auch die Ergebnisse erreichen, die wir verdienen."

Vor allem der Abstand zu den drei Spitzenteams Ferrari, McLaren - Mercedes und Williams-BMW soll verringert werden. "Wir müssen aus Toyota ein Team machen, das mit den ganz Großen mithalten kann", sagte der neue von Renault gekommene Technische Direktor Mike Gascoyne. Für das neue Auto gab es höflichen Applaus, aber kein Staunen wie bei der Vorstellung des innovativen Williams-BMW FW26 vor knapp zwei Wochen. "Getreu unserer Philosophie ist das Auto eine Entwicklung, keine Revolution", sagte Chefdesigner Gustav Brunner.

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