Polen als Ausreißer nach unten
Enttäuschende Wahlbeteiligung in Europa

Sechs Wochen nach der historischen EU- Erweiterung ist die Wahl des neuen Europaparlaments bei den 342 Millionen Wahlberechtigten in Europa auf ein zum Teil dramatisch geringes Interesse gestoßen.

HB BRÜSSEL/STRASSBURG. Beim EU-Neuling Polen gaben bis 18.00 Uhr nur etwa 13 Prozent der fast 30 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. In Frankreich wurde mit etwa 42 Prozent die schlechteste Beteiligung erwartet, die es dort jemals bei einer Europawahl gegeben hat. Dagegen schafften die EU-begeisterten Malteser eine Beteiligung von 82,3 Prozent. Ernste Zwischenfälle wurden bis zum Abend aus keinem der 25 EU-Länder gemeldet. Überraschend schafften in einigen Ländern Neulinge auf Anhieb den Sprung ins Straßburger Parlament.

In den Niederlanden errang die neue Partei Europa Transparent des früheren europäischen Spitzenbeamten Paul van Buitenen überraschend 2 der 27 Sitze des Landes im EU-Parlament. Van Buitenen hat sich den Kampf gegen Betrug und Verschwendung in der EU zum Ziel gesetzt. Der Kritiker der Spesenpraxis im EU-Parlament, der Journalist Hans-Peter Martin, sicherte sich mit seiner Liste überraschend klar 2 der 18 Mandate Österreichs in Straßburg. Dagegen erlitten Jörg Haider und seine in Wien mitregierende FPÖ nach dem inoffiziellen Endergebnis der Nachrichtenagentur APA mit nur 6,3 Prozent eine schwere Niederlage. In Straßburg wird es künftig nur mehr einem (1999: 5) FPÖ-Vertreter geben.

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