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Politainment lässt Kassen klingeln

Der Sonntagskrimi hatte es in sich: Während sich Gerhard Schröder und Edmund Stoiber vor Aufregung über den Ausgang der Wahl die Haare rauften, rieben sich die Fernsehmanager bei RTL und Sat 1 die Hände.

Zwar haben sich am vergangenen Sonntag die meisten Zuschauer - im Durchschnitt jeweils 5,5 und 5,2 Millionen Menschen - für ARD und ZDF, nicht für die Privaten, entschieden. Doch für RTL und Sat 1 hat sich der Abend allemal gelohnt. 28 Minuten Werbung hat RTL während des politischen Kopf-an-Kopf-Rennens an die Kunden verkauft. Das spült nach Senderangaben so viel in die Kasse, dass die hohen Kosten bei weitem gedeckt sind. Eine Premiere für die sonst subventionierte Politikberichterstattung bei Entertainmentsendern. Auch bei Sat 1 waren die Werbeblöcke restlos ausverkauft. "Politik als Event kann sich rechnen", freut sich RTL-Chefredakteur Hans Mahr. Schade nur, dass Politik erst wieder in vier Jahren die Kassen klingeln lässt. Wenn die Spannung stimmt.

Petra Schäfer ist Redakteurin im Medien- und IT-Team des Handelsblatts

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