Politbarometer des ZDF
SPD und Grüne bleiben in Wählergunst stabil

Laut aktueller Umfrage des ZDF-Politbarometers halten die Bundesbürger trotz wachsender Sorge über die wirtschaftliche Lage den Regierungsparteien die Treue.

ap MAINZ. Trotz wachsender Sorge über die wirtschaftliche Lage halten die Bundesbürger den Regierungsparteien die Treue. Wie das am Freitag veröffentlichte ZDF-Politbarometer für den Monat Juli ergab, liegt die SPD in der aktuellen Wählergunst wie schon seit April bei 42 Prozent, die Grünen bringen es weiterhin auf sechs Prozent. Die Wirtschaftssituation beurteilten indessen nur 15 Prozent der 1 224 Befragten als gut. Im Februar waren es 35, im Juni immerhin noch 19 Prozent.

Für rundheraus schlecht hielten nunmehr 24 Prozent die Lage der Wirtschaft. Im Februar sahen dies nur neun Prozent so, im Mai bereits doppelt so viele, im Juni 23 Prozent. Kaum Veränderungen gab es in den letzten Monaten dagegen im Lager derjenigen, die mit "teils gut, teils schlecht" antworteten. Ihre Quote blieb bei rund 60 Prozent stabil.

Rund die Hälfte der von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragten Bundesbürger traut keiner der großen Volksparteien eine Lösung der aktuellen Probleme zu. Der Rest bescheinigt der SPD größere Kompetenzen als der CDU. Bessere Konzepte zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage hat demnach die SPD für 29 Prozent, die CDU nur für 21 Prozent. Genau die gleichen Prozentzahlen gelten für die Bewältigung der Arbeitslosigkeit. In der Renten-, der Gesundheits- und der Ausländerpolitik führt die SPD mit 29, 23 und 25 Prozent vor der CDU mit 22, 20 und 21 Prozent.

Die spontan geäußerte Zustimmung zur Regierungskoalition verändert sich geringfügig nach unten, wenn längerfristige Wählerbindungen beziehungsweise wahltaktische Überlegungen in Betracht gezogen werden. Wären am kommenden Sonntag Bundestagswahlen, käme die SPD demnach auf 41 Prozent, die Bündnisgrünen erreichten fünf Prozent. Für die CDU/CSU würden 35 Prozent der Befragten stimmen, für die FDP neun Prozent, für die PDS fünf Prozent, für andere Parteien insgesamt ebenfalls fünf Prozent.

Damit wäre eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition rein rechnerisch in Frage gestellt. Auf jeden Fall möglich wäre ein Regierungsbündnis aus SPD und FDP, aus SPD, Grünen und PDS oder eine große Koalition.

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