Politbarometer: Stimmungsverluste für SPD
Stoiber holt auf

Nach ihrem Debakel bei der Landtagswahl in Sachsen- Anhalt muss die SPD in der politischen Stimmung auch bundesweit herbe Einbußen hinnehmen.

dpa MAINZ. Dem am Freitag veröffentlichten ZDF - Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen zufolge haben die Sozialdemokraten innerhalb von zwei Wochen drei Prozentpunkte verloren und liegen nun bei 33 %. Wenn am Sonntag aber Bundestagswahl wäre, würden sich die Wähler davon nicht beeindrucken lassen. In der Sonntagsfrage blieben alle Werte unverändert: SPD 36 %, Grüne 6, CDU/CSU 41, FDP 8 und PDS 5 %. Union und FDP würden somit über eine knappe Mehrheit im Bundestag verfügen.

In der Umfrage unter 1 287 Wahlberechtigten konnte Unions- Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) seinen Rückstand auf Amtsinhaber Gerhard Schröder (SPD) verringern. Auf die Frage, "Wen hätten Sie lieber als Bundeskanzler?", sagen 47 % (-3) Schröder und 42 % (+2) Stoiber. Der Abstand zwischen den beiden hat sich damit von 10 %punkten bei den beiden vergangenen Befragungen auf 5 %punkte halbiert.

Aktuelle politische Stimmung

Folgen die Wähler ihrer aktuellen politischen Stimmung, würden sich nur noch 33 % (-3) für die SPD entscheiden. CDU/CSU legen einen Punkt auf 45 % zu, Bündnis90/Die Grünen sind unverändert bei 7 %; die FDP verbessert sich deutlich von 7 auf 10 %, die PDS bleibt bei 4 %.

Auf der Liste der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland muss Schröder Einbußen hinnehmen. Außenminister Joschka Fischer (Grüne) behauptet Platz 1 mit 1.9 (+0.1). Auf den Plätzen: Schröder 1.0 (- 0.2), CDU-Chefin Angela Merkel 0.8 (-0.1), Innenminister Otto Schily (SPD) 0.7 (+0.3), Stoiber unverändert 0.6, FDP-Chef Guido Westerwelle 0.6 (+0.1), Finanzminister Hans Eichel (SPD) 0.6 (+0.1), Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) 0.4 (- 0.1), Berlins Wirtschaftssenator Gregor Gysi (PDS)-0.3 (-0.2), Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD)-1.3 (-0.1).

Bei der Frage "Wer wird die Bundestagswahl gewinnen?", gibt es nach der Wahl in Sachsen-Anhalt erhebliche Veränderungen. 31 % erwarten Rot-Grün als Gewinner, 52 % sehen die Opposition vorn. Noch vor zwei Wochen lag die Regierung mit 3 %punkten Anstand vorne, jetzt hat die Opposition 21 %punkte Vorsprung.

Die Daten wurden vom 22. bis 25. April erhoben.

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