Politbarometer: Union legt erneut zu
Schröder weiter vor Stoiber

Die politische Stimmung in Deutschland hat sich erneut zu Gunsten der Union entwickelt.

dpa BERLIN/MAINZ. Laut ZDF-Politbarometer vom Freitag konnten sich CDU/CSU im Vergleich zur Umfrage vor zwei Wochen um drei Punkte auf 44 % verbessern. Die SPD liegt bei 36 % und gewann einen Punkt. Die gute politische Stimmung für die Union hätte jedoch kaum Einfluss auf die Bundestagswahl, hieß es. Denn wenn an diesem Sonntag Wahl wäre, sähe die Stimmenverteilung kaum anders aus als bei der "Sonntagsfrage" vor zwei Wochen.

Die SPD erhielte unverändert 36 %. Auch bei den Grünen und der FDP bliebe mit sechs beziehungsweise acht Prozent alles gleich. Lediglich die PDS verlöre einen Punkt und käme auf fünf Prozent. Die Union gewänne einen Punkt hinzu und erhielte 41 %. Damit würden Union und FDP über eine knappe Mehrheit im Bundestag verfügen. Dieses Ergebnis hatten CDU/CSU und FDP bereits bei der Sonntagsfrage vor einem Monat erzielt. Vor zwei Wochen ließen sich aus dem Wahlergebnis keine klaren Mehrheiten ablesen.

50 % für Schröder

Wie schon bei der vergangenen Umfrage wollen die Deutschen Gerhard Schröder (SPD) als Kanzler behalten. Für ihn sind 50 %, 40 % favorisieren Edmund Stoiber (CSU). In der Außenpolitik halten nach einer forsa-Umfrage im Auftrag des Nachrichtensenders "N24" 56 % der Deutschen Schröder für den kompetenteren Politiker. 25 % halten Stoiber für erfahrener, teilte der Sender am Freitag mit.

Auf der Liste der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland bleibt Außenminister Joschka Fischer mit 1,8 (-0,1) an der Spitze, gefolgt von Kanzler Schröder mit 1,2 (-0,1) und der CDU-Parteichefin Angela Merkel. Sie erreichte erneut 0,9 und liegt damit vor dem bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber, der auf 0,6 (-0,2) kam. Die weiteren Plätze belegten Verbraucherschutzministerin Renate Künast (unverändert 0,5), FDP-Parteichef Guido Westerwelle (unverändert 0,5), Finanzminister Hans Eichel (0,5/+0,1), Innenminister Otto Schily (0,4/-0,1)), Berlins Wirtschaftssenator Gregor Gysi (um 0,4 verbessert auf-0,1) und Verteidigungsminister Rudolf Scharping (um 0,3 verbessert auf-1,2).

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hatte von Montag bis Donnerstag 1 000 Wahlberechtigte befragt. Das Forsa-Institut hatte Montag und Dienstag 1 009 Menschen befragt.

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