Politiker diskutieren über politische Konsequenzen aus Amoklauf
Beckstein für Anhebung der Altersgrenze bei Waffenerwerb

Zehn Tage nach dem Amoklauf in Erfurt beraten Politiker weiter über mögliche Konsequenzen. Der bayerische Innenminister Günther Beckstein forderte am Montag im Bayerischen Rundfunk, die Altersgrenze für den Erwerb großkalibriger Waffen auf 25 Jahre anzuheben.

WiWo/ap BERLIN. Die Ministerpräsidentin Schleswig-Holsteins, Heide Simonis (SPD), verlangte im NDR-Inforadio strengere Auflagen für den Waffenbesitz. Bundeskanzler Gerhard Schröder wollte am Abend mit den Ministerpräsidenten der Länder über politische Maßnahmen beraten.

Beckstein sagte, bei großkalibrigen Waffen müsse überlegt werden, ob auch eine medizinisch-psychologische Gesundheitsprüfung verlangt werden solle. Diese Maßnahme habe sich in Österreich bewährt. Der Besitz kleinkalibriger Waffen solle jedoch weiterhin ab 18 Jahren gestattet sein. Bei diesen Waffen habe es bislang keine Probleme gegeben, sagte der CSU-Politiker.

Schützenvereine müssten mehr darauf achten, dass ihre Mitglieder auch wirklich verantwortlich mit Waffen umgingen, erklärte Simonis. Der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm wandte sich im Inforadio Berlin-Brandenburg dagegen Schützenvereine zu diffamieren.

Es gehe nun um Fragen, "kann man das Alter erhöhen, muss man das Wegschließen der Waffen anders organisieren, wie sind die Zugangsbedingungen zu Waffen", sagte der CDU-Politiker.

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