"Politische Entscheidung"
US-Abgeordnete laufen Sturm gegen A400M-Auftrag

US-Abgeordnete und Senatoren laufen Sturm gegen die Entscheidung des europäischen Luftfahrt-Konzerns EADS, den Milliardenauftrag für die Triebwerke des Militär-Airbus A400M an das europäische Konsortium EPI zu geben.

vwd WASHINGTON. Das Angebot des US-kanadischen Konkurrenten Pratt & Whitney sei um 20 % günstiger gewesen, sagte der Abgeordente John Larson der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch in Washington.

"Das ist keine ökonomische Entscheidung, keine rationale Entscheidung, sondern eine politische Entscheidung, die das Verhältnis zwischen Frankreich und den USA noch mehr belasten wird", sagte Larson, dessen Wahlbezirk im US-Bundesstaat Connecticut Sitz von Pratt & Whitney ist. Larson und der demokratische Senator Joe Lieberman aus Connecticut forderten die Regierung Bush auf, die Auftragsvergabe genau zu überprüfen und gegebenenfalls eine Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) einzureichen.

"Dieser offenkundige Protektionismus bedroht das Vertrauen, das für die Entwicklung des freien Handels notwendig ist, und lädt auch andere zu solchen Praktiken ein", sagte Lieberman, der die demokratische Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2004 anstrebt. Am Dienstag war bekannt geworden, dass der Luftfahrtkonzern EADS seiner Tochterfirma Airbus Military in der Frage der A400M-Triebwerke "die europäische Lösung" empfohlen hatte.

Zuvor hatte das Konsortium EPI aus der französischen Snecma, der deutschen MTU, der britischen Rolls-Royce und der spanischen ITP einem Pressebericht zufolge sein Angebot auf zwei Mrd USD gesenkt und so mit der US-kanadischen Konkurrenz gleichgezogen.

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