Politische Lage in Nigeria sehr angespannt
Zur Miss-World-Wahl fährt die Zweitschönste

Simone Wolf-Reinfurt, Vize-Miss-Germany, rückt für Katrin Wrobel nach. Die hatte nach der Wahl zur Schönsten Deutschlands ihren Vertrag mit dem Management der "Miss Germany Corporation" (MGC) gekündigt.

HB/dpa/rtr DARMSTADT/BERLIN. Simone Wolf-Reinfurt (Foto, 20), Vize-Miss-Germany, wird Deutschland bei der Miss-World-Wahl im November in Nigeria vertreten. Das bestätigte die 20 Jahre alte Büroangestellte aus dem hessischen Darmstadt am Donnerstag der Deutschen Presseagentur dpa. Sie rückt für Katrin Wrobel (24), Buchstabenfee bei der Kabel-1-Fernseh-Spielshow "Glücksrad", nach. Die Berlinerin hatte nach der Wahl zur Schönsten Deutschlands im Januar ihren Vertrag mit dem Management der "Miss Germany Corporation" (MGC) gekündigt.

Die junge Vize-Miss hofft, dass der Austragungsort verlegt wird. Die politische Lage in Nigeria sei sehr angespannt. "Viele Teilnehmerinnen haben bereits protestiert, und ich habe der MGC auch meine Bedenken mitgeteilt. Wenn die Hälfte der Frauen droht, nicht mitzumachen, müssen die Veranstalter reagieren." Für die Wahl muss die Büroangestellte vier Wochen Urlaub nehmen. "Wahrscheinlich dauert es so lange, bis für die 100 Teilnehmerinnen eine gemeinsame Choreografie einstudiert werden kann", vermutet Wolf-Reinfurt.

Zuvor hatte sich die amtierende "Miss Germany" Katrin Wrobel mit der Kündigung ihres Vertrages mit der Miss-Organisation vor Gericht durchgesetzt. Das Landgericht Berlin verbot darauf hin der MGC per einstweiliger Verfügung, die 24-Jährige weiter zu managen, hatten Wrobels Anwälte Simon Bergmann und Christian Schertz mitgeteilt. "Damit steht fest, dass der Managementvertrag nicht mehr wirksam ist", sagte Schertz. MGC-Geschäftsführer Ralf Klemmer hatte zuvor schon gesagt, wenn er mit Wrobel keine Einigung erreiche, müsse die Schönheitskönigin ihre Krone abgeben.

Mit dem Gewinn des Titels der "Miss Germany" Ende Januar war Wrobel den Vertrag mit MGC eingegangen. Dieser sieht nicht nur ihr Management durch das Unternehmen vor, sondern verbietet ihr auch während ihrer Zeit als Schönheitskönigin zu heiraten und Nacktaufnahmen zu machen. Wrobel hatte den Vertrag jedoch gekündigt, weil sie sich mit einem anderen Management bessere Vermarktungsmöglichkeiten für sich erhofft. Derzeit laufen ihren Anwälten zufolge unter anderen Verhandlungen über Fernseh-Moderationen.

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